Reute

Der Uhu, der zehn Störche getötet hatte, ist eingeschläfert worden

dpa

Von dpa

Di, 17. Juli 2018 um 17:26 Uhr

Reute

Er hatte zehn Störche getötet – jetzt ist klar, warum: Mäuse konnte er nicht mehr sehen, eine seltene Augenkrankheit machte ihn fast blind. Darum ist der Uhu jetzt eingeschläfert worden – aus Tierschutzgründen.

Der Uhu, der in Reute bei Emmendingen mehrere Störche getötet hatte, war beinahe blind. Nun ist er eingeschläfert worden, weil er in der freien Wildbahn keine Überlebenschance gehabt habe, sagte eine Sprecherin des Nabu-Vogelschutzzentrums Mössingen am Dienstag.

Das Einschläfern sei aus Gründen des Tierschutzes erfolgt. Der Uhu habe wegen einer ungewöhnlichen Augenkrankheit fast nichts mehr gesehen. Seine natürliche Nahrung, Mäuse, habe er so nicht mehr erkennen können.

Die Störche konnte er noch erkennen

Daher habe er die größeren und für ihn gut erkennbaren Störche gejagt. Sieben Störche, die in einem Gehege in Reute lebten, waren Ende Juni seine Opfer geworden - der Fall beschäftigte Tierschützer.

Mitarbeiter des Vereins Weißstörche Breisgau hatten den Uhu eingefangen und ihn den Vogelschützern übergeben. Diese untersuchten den Vogel und stellten dessen Krankheit als Ursache für die ungewöhnlichen Attacken fest, wie die Sprecherin sagte.

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