Eisenbacher Ortsdurchfahrt

Der Verkehr rollt wieder

Gert Brichta

Von Gert Brichta

Do, 06. Dezember 2018 um 18:04 Uhr

Eisenbach (Hochschw.)

Am Donnerstag war es endlich so weit, die Ortsdurchfahrt Eisenbach auf der Landesstraße 172 wurde freigegeben, der Verkehr kann sich wieder einrollen.

EISENBACH. Fünf Jahre mit Ampelregelung, einseitiger Verkehrsführung oder Vollsperrung hat es gedauert, bis die Eisenbacher Ortsdurchfahrt von IMS Gear bis hinauf in Höhe des Rathauses ausgebaut war. Alle Gehwege wurden neu gebaut und die Kanäle, Wasserleitungen und Hausanschlüsse erneuert.

Für die Eisenbacher stellten die Abschrankungen schon seit einiger Zeit keine Hindernisse mehr dar, sie fuhren schon auf vertrauten Wegen – mit dem Unterschied zu früher, dass sie nicht mehr durchgerüttelt wurden. Zum Abschluss wurde noch der Zebrastreifen bei der Bushaltestelle angelegt und die Beleuchtung. Außerdem wurden die Leitplanken gesetzt, das war die Voraussetzung für die Freigabe der Straße, Stichwort Sicherheit, beispielsweise bei der Haarnadelkurve Sonnenrank.

Der Projektverantwortliche Peter Wernet vom Regierungspräsidium Freiburg ist mit dem Bauverlauf zufrieden, denn trotz zwischenzeitlicher Durchhänger auf der Baustelle ist das Ziel erreicht: Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 9. Dezember, hat die Südbadenbus GmbH (SBG) diese Linie wieder aufgenommen.

Zwei Jahre lang mussten sich die Eisenbacher und ihre Betriebe samt Lieferanten, aber auch die vielen Aus- und Einpendler mit der Vollsperrung der Ortsdurchfahrt abfinden. Es gab viele Irritationen und kostete Nerven, weil die Zufahrten zu den jeweiligen Unternehmen zwar ausgeschildert, jedoch für nicht Ortskundige zum Teil schwer nachzuvollziehen waren. Umleitungen bedeuteten mehr gefahrene Kilometer und Zeitverlust.

Ganz los haben die Eisenbacher die Baumaschinen und -arbeiter aber noch nicht. Die verbleibenden schneefreien Wochen dieses Jahres sowie voraussichtlich noch zahlreiche Wochen im kommenden Jahr wird man nutzen, um Restarbeiten außerhalb des Straßenraums zu vollenden. Dazu zählen noch das Asphaltieren der Gehwege, die Gestaltung der Ränder und Böschungen sowie Kanalbau.

Die Gesamtlänge des Ausbaus beträgt 1,4 Kilometer. 2013/14 wurde der erste Bauabschnitt auf den 250 Metern zwischen den Firmen IMS Gear und Fischer Kosten für 600 000 Euro hergestellt; hier wurde auch der Gehweg angelegt. Der zweite Bauabschnitt erstreckte sich über 1150 Meter, die Kosten hierfür betrugen 2,5 Millionen Euro zuzüglich der Kosten für die Brücke 760 000 Euro, die Gehwege 250 000 Euro und den Kanalbau für Regenwasser 270 000 Euro (Gemeinde).

Im Zuge des Ausbaus wurden zwei Engstellen beseitigt (Abriss eines Gebäudes der IMS Gear, Abriss des Hauses Doll im Bereich des Rathauses). Weiter wurde ein durchgehender Gehweg von der IMS Gear bis zur Bäckereifiliale Gehri geschaffen. Die Bushaltestelle wurde vom Anwesen Wehrle unterhalb des Rathauses auf das Grundstück gegenüber dem Anwesen Arzner/Hensler verlegt, somit auch der Zebrastreifen als sicherer Übergang; nur das Buswartehäuschen fehlt noch.