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20. Juli 2012
Deutsch ist cool
32 Schüler aus 15 Staaten lernen in der Euroklasse des Kollegs.
ST. BLASIEN. 32 Schüler aus 15 Staaten von allen Kontinenten haben im vergangenen Jahr die Euroklasse des Kollegs St. Blasien besucht. Jetzt haben sie an einer Prüfung des Goethe-Institutes teilgenommen – ein Zertifikat bestätigt die erfolgreiche Teilnahme mit der Benotung B1 beziehungsweise B2.
In der Regel sind die Gastschüler nur ein Jahr in St. Blasien, um die Grundkenntnisse, die sie in ihren Heimatländern erworben haben, zu vertiefen. Manch einer bleibt aber auch – oder würde gerne bleiben: Lange Zeit sei sie hin und her gerissen gewesen, sagt Colleen Crayford. Sie ist die erste Australierin, die in die Euroklasse aufgenommen wurde. Einerseits freue sie sich sehr auf zu Hause, wo sie seit einem Jahr nicht mehr gewesen sei. Andererseits habe sie hier auch viele Freunde gefunden.
Um bessere Berufschancen geht es ihr noch lange nicht, sie wollte einfach eine zweite Sprache lernen, was in Australien nicht so leicht möglich sei. Da ihre Mutter auch deutsche Wurzeln hat und Verwandtschaft in Deutschland lebt, habe sie sich für die Sprache Goethes entschieden.
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Auch seine Eltern können Deutsch sprechen, sagt Wenchang Li aus China. Sein Vater habe in Deutschland studiert und in Basel gearbeitet. Er selbst ist sogar in Freiburg geboren. Der Anfang sei für ihn wirklich schwer gewesen, sagt er, bald habe es aber richtig Spaß gemacht, Deutsch zu lernen.
Während seine Klassenkollegin am Schuljahresende St. Blasien wieder verlässt, wird er im kommenden Jahr die zehnte Klasse des Kollegs besuchen. Er will hier Abitur machen.
Verwundert seien ihre Freunde schon gewesen, welche Sprache sie da lernen. Mittlerweile würden es viele aber cool finden. An ihrer Schule in Orange (250 Kilometer westlich von Sydney gelegen) will sie in Zukunft Deutsch-Nachhilfeunterricht geben. Und im kommenden Jahr kommt sie vielleicht wieder für einen Kurs ans Kolleg, um die Sprache weiter zu vertiefen.
Autor: Sebastian Barthmes



