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05. November 2009
Kritik am Urteil zu Kruzifixen
Bischofskonferenz enttäuscht
BERLIN (epd). Die katholische Kirche hat die Verurteilung von Kruzifixen in italienischen Klassenzimmern durch den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof scharf kritisiert. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrats, Kardinal Walter Kasper, bezeichnete das Urteil als "radikal antieuropäisch". Die katholische Deutsche Bischofskonferenz bezeichnete es als große Enttäuschung. Der Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hans Michael Heinig, sagte, der Straßburger Gerichtshof hätte gut daran getan, sich zurückzunehmen und dem Einschätzungsspielraum der Unterzeichnerstaaten der Europäischen Menschenrechtskonvention Geltung zu verschaffen. Das Urteil sei im Vatikan mit Bedauern aufgenommen worden, erklärte ein Vatikansprecher. Der Gerichtshof hatte entschieden, dass die Kruzifixe in staatlichen Schulen gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen. Damit werde das Recht von Eltern verletzt, ihre Kinder gemäß ihren eigenen Überzeugungen zu erziehen.
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Autor: kna
