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09. Februar 2012
Wirbel um Sylt-Urlaub von Wulff
Zahlte Freund Hotel?.
BERLIN (dpa). Bundespräsident Christian Wulff gerät wegen seiner Urlaube als niedersächsischer Ministerpräsident erneut in die Schlagzeilen. Wie die Bild-Zeitung am Mittwoch berichtete, hat der Filmunternehmer David Groenewold für Wulff und dessen spätere Frau Bettina im Herbst 2007 einen viertägigen Hotelaufenthalt auf Sylt gebucht und zunächst bezahlt. Groenewold war zu der Zeit selbst im "Hotel Stadt Hamburg" abgestiegen. Wulffs Anwalt Gernot Lehr sagte dazu der Bild, Groenewold habe die Kosten von 258 Euro pro Nacht lediglich bei der Buchung verauslagt. Wulff habe sie später bar zurückbezahlt und beim Auschecken die Nebenkosten selbst beglichen, so Wulffs Anwalt Lehr. Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft die Vorwürfe.
Anwälte Groenewolds wiesen die Darstellung von Bild zurück, wonach der Unternehmer im Januar 2012 versucht habe, die Angelegenheit zu vertuschen. Die Zeitung hatte berichtet, Groenewold habe in dem Hotel angerufen und die Angestellten zu Stillschweigen über den Vorgang verpflichtet. In Notizen des Hotelpersonals, die Bild abdruckt, heißt es: "Herr David Groenewold hat gestern angerufen, wir sollen keine Infos über ihn rausgeben! Er war 2007 mit Herrn Wulff im HSH (Hotel Stadt Hamburg) und hat den gesamten Aufenthalt übernommen. Falls also Bild oder Spiegel anruft, wir wissen von nichts."
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Groenewold-Anwalt Moser verbreitete einen Brief des "Hotels Stadt Hamburg" an Groenewold. In diesem heißt es, Groenewold habe bei einem Anruf am 16. Januar um vertrauliche Behandlung seiner Unterlagen "insbesondere gegenüber Journalisten" ersucht. Er habe aber zu keinem Zeitpunkt darum gebeten, die Unterlagen zum Aufenthalt "zu vernichten, zu manipulieren oder ähnliches".
Nach früheren Berichten hat Groenewold auch 2008 beim Münchner Oktoberfest ein 400-Euro-Upgrade im Fünf-Sterne-Hotel "Bayerischer Hof" für das Ehepaar Wulff bezahlt. Von der Übernahme der Kosten habe Wulff aber nichts gewusst, erklärte Groenewolds Anwalt. Groenewold hatte 2007 in Hannover einen Ableger der Odeon Film AG gegründet. Er soll laut Bild eine Millionen-Bürgschaft des Landes Niedersachsen erhalten haben. Dies dementierte Wulffs Anwalt.
Autor: dpa
