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08. März 2009 15:25 Uhr
Dr. Pops DSDS-Sprechstunde (IV)
Deutschland sucht den Superstar: Werksspionage im Talentschuppen
RTL und Chefjuror Dieter Bohlen suchen Deutschlands nächsten Superstar. Dr. Pop seziert die Castingshow für Badische-Zeitung.de. Heute: Die erste Mottoshow – oder: Der Zuschauer, das unberechenbare Wesen.
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Dr. Pop nimmt nun auch die Mottoshows von „Deutschland sucht den Superstar“ unter die Lupe. Foto: chriskuddl
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Dominik Büchele ist weiter im Rennen bei DSDS. Foto: dpa
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Noch dabei: Vanessa Neigert Foto: dpa
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Noch dabei: Daniel Schuhmacher Foto: dpa
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Noch dabei: Annemarie Eilfeld Foto: dpa
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Noch dabei: Marc Jentzen Foto: dpa
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Noch dabei: Sarah Kreuz Foto: dpa
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Noch dabei: Cornelia Patzlsberger Foto: dpa
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Noch dabei: Holger Göpfert Foto: dpa
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Noch dabei: Benny Kieckhäben Foto: dpa
Der Befund: Die Mottoshows haben begonnen. Von nun an hat das Publikum das Wort. Und schon kann Dr. Pop alles vergessen, was er in den Seminaren für angewandte Superstarologie gelernt hat. Annemarie Eilfeld kommt durch - Comeback-Kid Michelle Bowers aber muss schneller wieder nach Hause als sie zurück geholt worden war? Dr. Pop versteht die Welt nicht mehr. Aber: Hätte er diesen Ausgang geahnt, wäre er auch nicht Head of Entertainment im Online Department der Badischen Zeitung, sondern würde Shows wie DSDS erfinden und sich damit eine goldene Nasenscheidewand verdienen.
So aber saß Dr. Pop erst gähnend, dann staunend vor dem Fernseher. Reichlich mitgenommen von seinem eigenen Kinderstar, der es wieder in aller Hergottsfrühe von Null auf Hundert geschafft hat, schleppte Dr. Pop seine schweren Lider durch einen öden DSDS-Abend. Nicht mal das Echo des Zickenkriegs, der aus der Kandiatenvilla an sein schwerhöriges Ohr drang, konnte daran etwas ändern: Weil Annemarie Eilfeld ihre Idee kopiert haben soll, sich auf der Bühne die Kleider vom Leib zu reißen, hat Vanessa Civiello hingeschmissen und wurde kurzfristig von Michelle Bowers ersetzt.
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Werksspionage im Talentsschuppen? Der eigentliche Skandal war ein anderer. Annemarie warf dermaßen ungelenk Bluse und Minrock von sich, dass dem Publikum spontan die Sinne schwanden. Nur so lässt sich erklären, dass die Zuschauer trotz dieser bemitleidenswerten Einlage die besser singende und gekleidete Michelle aussortierten.
Das Büchele-Bulletin: Dominik Büchele aus Kappel-Grafenhausen wagte Neues. Sang John Lennon. Klang trotzdem wie James Blunt. Wird noch dauern, bis er sich das nasale Jammern seines Vorbilds abgewöhnt hat. Macht aber nichts. Pathos wirkt immer. Kam problemlos weiter. Trug statt T-Shirt ein Gilet auf nackter Haut. Sah darin aus wie Bono ohne Muckis. Wurde von Moderator Marco Schreyl aufgefordert, den rechten Oberarm anzuspannen. Tat wie ihm befohlen. Erzeugte die Illusion eines Muskelbergs, in dem er den schmalen Bizeps mit der linken Hand nach oben drückte. Cleveres Kerlchen.
Exitus: Weil sie so schön leiden, wurden vier Kandidaten der Ungewissheitsfolter unterzogen. Am Ende flog Michelle Bowers. Annemarie Eilfeld wurde noch vor Marc Jentzen erlöst. Benny Kieckhäben löste das letzte Ticket in die nächste Runde. Benny sieht sich eigentlich auf einer Autobahn ohne Ausfahrten, die direkt nach Superstarhausen führt. Oder ist es doch der Highway To Hell? Nächste Woche mehr in dieser Praxis.
Sprechstunde: Sie haben noch Fragen an Dr. Pop? Dann schicken Sie eine E-Mail an community@badische-zeitung.de
Das DSDS-Kompendium: Dr. Pops gesammelte Diagnosen


