Diakonieverein lässt Probleme hinter sich

Hrvoje Miloslavic

Von Hrvoje Miloslavic

Fr, 06. Juli 2018

Wehr

Bisher herrscht Unklarheit, wo der bleibelastete Aushub aus der Kreuzmatt dauerhaft gelagert wird.

WEHR-ÖFLINGEN (milo). "Ich bin froh, dass es gut läuft." Allen Grund zu Zufriedenheit hatte Rainer Kaskel bei der jüngsten Hauptversammlung des Diakonievereines Wehr-Öflingen. Ein wenig schien beim Vorsitzenden auch die Erleichterung mitzuschwingen. Neben der zwischenzeitlich angespannten personellen Situation im Haus der Diakonie scheinen auch die Schwierigkeiten beim Anfang Mai begonnenen Neubau in der Kreuzmatt inzwischen vollständig überwunden zu sein.

Es galt "etliche Klippen zu umschiffen", klagte Kaskel. Probleme bereitete neben der ungünstigen Position der Wehrer Haupttrinkwasserleitung vor allem die Kontaminierung einer Erdaufschüttung im Baustellenbereich. Eine sehr "erhebliche Bleibelastung" hätte intensive Beratungen mit dem Wasserwirtschaftsamt, dem Amt für Umweltschutz und dem Baurechtsamt nötig gemacht, erklärte Kaskel. Geklärt werden konnten laut Kaskel auch viele Fragen, die bei den Anliegern der Kreuzmattstraße aufgekommen waren. Nach Erfüllung strenger Sicherheitsvorkehrungen zu Beginn der Arbeiten handele es sich nun um eine "normale Baustelle", beruhigte Kaskel.

In trockenen Tüchern scheint die Finanzierung des neuen Hauses zu sein. Die Gesamtkosten der Anlage bezifferte Kaskel auf 3,1 Millionen Euro. Um den Verlust der Förderfähigkeit zu vermeiden, dürften die Erstellungskosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro nicht überschritten werden. Dank eines großzügigen Vermächtnisses, erheblicher Spendenbereitschaft und dem Entgegenkommen der Firma Brennet beim Grundstücksankauf sei der Diakonieverein in der Lage, "dieses Bauvorhaben und die nicht förderfähigen Investitionen zu realisieren", betonte Kaskel. Genauere Angaben zu den Baufortschritten machte Siegfried Tröndle. Mit der Fertigstellung des überdachten, zweigeschossigen Rohbaus rechnete der Zweite Vorsitzende im August. Ende des Jahres werde mit den Elektro- und Wasserinstallationen begonnen. Endgültige Fertigstellung und Einzug seien für Juli 2019 geplant, so Tröndle. Noch nicht entschieden ist, was mit dem kontaminierten Erdreich geschehen wird. Abtragung der Fläche, Entsorgung und Neuaufschüttung hätten sich als "sehr schwerwiegende Auflage" erwiesen, sagte Tröndle. Er hoffe, dass das Erdreich nicht auf einer Sondermülldeponie, sondern auf der Kreismülldeponie Lachengraben entsorgt werden könne. Ein entsprechender Antrag liege dem Landratsamt Waldshut derzeit zur Prüfung vor, informierte Tröndle.

Normalisiert hat sich die Personalsituation im Haus der Diakonie. Aufgrund von Personalengpässen hätte die Leitung zwischenzeitlich auf eine volle Auslastung des Hauses verzichten müssen, erklärte Schatzmeister Wolfgang Kemmerling. Dies wiederum hätte 2017 zu deutlich geringeren Überweisungen von Pflegesätzen und somit zu weniger Einnahmen geführt. Bezüglich der aktuellen Situation sprach Kemmerling aber von "stabilen Zahlen".