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29. Juni 2012
"Die Aktion ist mir eine Herzenssache"
BZ-INTERVIEW mit Michael Bohn zum Spinning-Marathon.
FRIESENHEIM-SCHUTTERN. Sich abstrampeln – und das für einen guten Zweck – ist morgen, Samstag, in der Offohalle in Schuttern beim Spinning-Marathon möglich. Zum sechsten Mal will Michael Bohn mit der Veranstaltung Geld für soziale Projekte sammeln. Mit dem Organisator hat sich unser Redakteur Theo Weber unterhalten.
BZ: Was muss ich mir unter einem Spinning-Marathon vorstellen?Bohn: Das ist Radfahren auf Standrädern, wie auf einem Ergometer, also Rad fahren, ohne von der Stelle zu kommen. Die Veranstaltung dauert von 10 bis 18 Uhr.
BZ: Heißt das, die Teilnehmer müssen acht Stunden strampeln?
Bohn: (lacht) Nein, nur etwa 20 bis 30 Leute werden komplett durchfahren. Jeder ist eingeladen mitzufahren. Wir haben 100 Räder in der Offohalle stehen und erwarten 300 bis 400 Radler. Die Startgelder wandern dann in den Spendentopf.
BZ: Und was kostet der Einsatz?
Bohn: Pro Stunde fünf Euro. Dafür erhalten die Teilnehmer Obst, Riegel und Trinken. Aber auch wer nicht radelt, kann seinen Beitrag leisten, indem er in der Offohalle vorbeischaut und etwas isst und trinkt. Das Angebot reicht von Würstchen und Getränken bis zu Kaffee und Kuchen.
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BZ: Wer erhält den Erlös der Veranstaltung?
Bohn: Das sind der Verein Vineyard Friesenheim und der Kinder- und Jugendchor Wirbelwind Renchen. Vineyard betreibt den Laden Schublade 10 in Friesenheim, dessen Waren aus freiwilligen Spenden der Bevölkerung und Region stammen. Sie werden zu einem niedrigen Preis zum Verkauf bereitgestellt. Die Einnahmen fließen in soziale Projekte oder an Personen, die dringend Hilfe brauchen – auch in der Region.
BZ: Und warum der Kinderchor Wirbelwind?
Bohn: Der Kinder- und Jugendchor Wirbelwind aus Renchen unterstützt seit 2003 zwei Kinderheime in Ghana. Er engagiert sich für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in dem westafrikanischen Land, indem er ihnen ein sicheres und geborgenes Zuhause bietet.
BZ: Wie sind die bisherigen fünf Spinning-Marathons gelaufen?
Bohn: Sie waren alle erfolgreich. Wir haben immer eine große Zahl von Helfern und Sponsoren gefunden. Wir haben so mit den Veranstaltungen bisher mehr als 32 000 Euro zusammenbekommen.
BZ: Herr Bohn, Sie wohnen mittlerweile in Stuttgart. Heißt das, die Veranstaltung morgen ist die Letzte?
Bohn: Nein. Die Aktion ist mir eine Herzenssache. Ich bin emotional in der Ortenau gebunden. Ich würde trotz des immensen Aufwands gerne auch nächstes Jahr wieder einen Spinning-Marathon organisieren. Oberschopfheim böte sich an, das ja Dorfjubiläum feiert.
ZUR PERSON: MICHAEL BOHN
wurde in Koblenz geboren und wuchs in Mannheim und Ludwigshafen auf. Der 51-Jährige ist seit 20 Jahren Trainer in verschiedenen Fitnessstudios. Seit 15 Jahren fährt er selbst Spinning und ist auch Spinning-Trainer. Schon seit zwölf Jahren organisiert er SpinningMarathons für einen guten Zweck.
Autor: tw
Autor: tw



