Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
22. Mai 2011 19:03 Uhr
40 Jahre Dachsberg
Die Bürger feiern ihre Erfolgsgeschichte
Beim Festakt zum 40. Geburtstag der Gemeinde waren sich am Samstag Politiker und Bürger einig: Das Zusammenwachsen der ehemals eigenständigen Kleinorte hat sich gelohnt.
-
Das Wettschießen im Schützenstand eröffneten Reinhold Pix, Rainer Fritz sowie Helmut und Thomas Kaiser (von links). Foto: Karin Steinebrunner
-
Das Wettschießen im Schützenstand eröffneten Reinhold Pix, Helmut Kaiser, Rainer Fritz und Thomas Kaiser. Foto: Karin Steinebrunner
-
In geselliger Runde: Altbürgermeister Herr, Landrat Bollacher, MdL Reinhold Pix und Bürgi Helmut Kaiser. Foto: Karin Steinebrunner
-
Zum Gruppenbild fanden sich amtierende Gemeinderäte, Altgemeinderäte prominente Gäste zusammen. Foto: Karin Steinebrunner
-
Vertreterinnen aus der französischen Partnergemeinde überreichten Helmut Kaiser ein Blumenarrangement. Foto: Karin Steinebrunner
-
Der Musikverein Urberg, der musikalisch die einzelnen Grußworte umrahmte, sang auch das Badnerlied. Foto: Karin Steinebrunner
-
Altbürgermeister Herr, einziger noch lebender Unterzeichner des Zusammenschlusses, sprach ein Grußwort. Foto: Steinebrunner
-
Sportlich unterhielten die Freitagsturner des TuS Dachsberg die Jubiläumsgäste. Foto: Karin Steinebrunner
-
Mit gleich drei Gruppen begeisterte der Jazztanzclub Dachsberg. Foto: Karin Steinebrunner
-
Mit gleich drei Gruppen begeisterte der Jazztanzclub Dachsberg. Foto: Karin Steinebrunner
DACHSBERG. Die Gemeinde Dachsberg ist stolze 40 Jahre alt geworden. Sehr passend zu diesem jugendlichen Alter spielte der Musikverein Urberg unter der Leitung von Elke Stich nach Sektempfang, dem lautstarken Kanonendonner des Schützenvereins sowie der Einweihung des Wettschießens im Schützenstand durch die anwesende Prominenz zum Beginn der Ansprachen beim Festakt am Samstagabend ein Arrangement von Antonín Dvoráks berühmter 9. Sinfonie "Aus der Neuen Welt".
Bürgermeister Helmut Kaiser begann seine Rede, genau wie beim 25-jährigen Jubiläum vor 15 Jahren, mit den Worten "Grüß Dich Gott Du schöner Dachsberg, auf des Schwarzwalds stillen Höh’n", dem ersten Vers des Heimatgedichtes der Horbacherin Elsa Stich, und er schloss sie mit dem Segensspruch am Ende dieses Gedichtes. Er erinnerte daran, dass vor dem Hintergrund der Gemeindereformpläne die Bürger das Heft selbst in die Hand genommen und nach Durchführung von Bürgeranhörungen den Zusammenschluss beschlossen hatten. Ausdrücklich erwähnte er die Vertragsunterzeichnung am 21. Dezember 1970 durch die vier damaligen Bürgermeister und die Verabschiedung Gustav Herrs vor 16 Jahren, der als "Vater der Gemeinde" nach 13-jähriger Amtszeit als Bürgermeister von Wittenschwand die Geschicke der jungen Gemeinde Dachsberg in den ersten 24 Jahren leitete und damit untrennbar mit dem Aufbau von Verwaltung und Infrastruktur Dachsbergs verbunden ist.Werbung
Kaiser dankte dem Land für seine tatkräftige Unterstützung in den gesamten 40 Jahren, aber auch dem Landratsamt für die stets gute Zusammenarbeit, er verwies auf die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu den umliegenden Gemeinden und begrüßte die anwesenden Vertreter der französischen Partnergemeinde.
war es nicht abzusehen,
wie gut Dachsberg
heute dastehen würde"
Altbürgermeister Gustav Herr
Bei der Aufzählung der geschaffenen Infrastruktur bezeichnete Bürgermeister Kaiser das Netzwerk der nahezu vollendeten Wasserversorgung als Symbol der Einheit der Gemeinde, des Weiteren die Vereine und das aktive Dorfleben als notwendige Voraussetzungen für deren Bestand und lud schließlich alle Bürger dazu ein, die Geschicke der Gemeinde in eine friedvolle Zukunft zu lenken.
Landrat Tilman Bollacher verglich in seinem Grußwort die jahrhundertealten historischen Stadtkerne in der Umgebung mit dem jugendlichen Alter der Gemeinde Dachsberg, deren Erfolgsgeschichte den Beteiligten noch als erlebte Zeitgeschichte gelten könne. "Dachsberg ist Ihr selbstgeschaffenes, blühendes Gemeinwesen, auf das Sie stolz sein können", erklärte Bollacher. Er lobte das Verantwortungsbewusstsein und die Klugheit ohne Kirchturm- und Ortsteildenken sowie die weitsichtige und sparsame Haushaltsführung, die nie auf Kosten der kommenden Generationen gewirtschaftet habe. Dachsberg sei mit seiner einzigartigen Landschaft das, was man unter Schwarzwald verstehe, wenn man nicht Bollenhüte meine, und auch der Landkreis sei stolz auf diese junge, attraktive Gemeinde, schloss der Landrat seine Ausführungen.
Der Landtagsabgeordnete Reinhold Pix nannte in seinem Grußwort Dachsberg eine Vorzeigegemeinde dafür, dass es auch ohne Konkurrenzkampf gehe. Angesichts der allgegenwärtigen Landflucht versprach er, die nötigen Anstrengungen zu unternehmen, um ländliche Gemeinden als attraktive Standorte auszuweisen und vornehmlich eine "dicke grüne Pipeline zur Landesregierung" in Sachen Tourismus zu schaffen.
In seiner Funktion als Vorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbandes überbrachte Rainer Fritz der Gemeinde seine Grüße und lobte sie als fairen und verlässlichen Nachbarn. Altbürgermeister Gustav Herr räumte ein, es sei nicht abzusehen gewesen, wie gut Dachsberg heute dastehen würde. Als einziger noch lebender der vier Bürgermeister, die den Zusammenschluss unterzeichnet haben, würdigte er das große Opfer, das seine Kollegen gebracht hatten, indem sie ihr Amt abgaben zugunsten der neuen Gemeinde, und gemahnte zugleich an die Zukunftsaufgabe, die Gemeinde weiter wachsen zu lassen.
Nachdem die Vertreter der französischen Partnergemeinde Helmut Kaiser ein Blumenarrangement überreicht hatten, bat der Bürgermeister zum Gruppenbild auf die Bühne. Sportlich unterhielten danach die Freitagsturner des TuS Dachsberg die Jubiläumsgäste. Mit gleich drei Gruppen begeisterte der Jazztanzclub Dachsberg. Zünftig wurde es zum Schluss der Jubiläumsveranstaltung mit Tanz und Unterhaltung durch das aus waschechten Dachsbergern bestehende Bergland-Trio.
Autor: Karin Steinebrunner


