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21. Juni 2012 01:01 Uhr
EM-Bilanz
Die deutschen Fechter sind für Olympia gerüstet
Die Leistungen der deutschen Fechter bei der EM haben Hoffnungen für Olympia geweckt. Mit den Athleten Britta Heidemann, Benjamin Kleibrink und Nicolas Limbach ist auch in London zu rechnen.
"Wir haben die Erkenntnis gewonnen und die Sicherheit bekommen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Sportdirektor Manfred Kaspar. Einmal Silber und viermal Bronze gab es für den Deutschen Fechter-Bund (DFeB) – obwohl die deutschen Athleten die ungeliebten Titelkämpfe in der Nähe von Mailand aus dem vollen Training heraus bestreiten mussten. "Ich hoffe, dass wir die letzte Reserve dann einsetzen, wenn es wichtig wird", sagte Kaspar. Natürlich in London.
Allen voran Florettfechter Kleibrink zeigte rechtzeitig seine alten Stärken. Nach vier Jahren voller Rückschläge, überschattet vor allem von seinem Motorradunfall im April 2011, kämpfte er sich mit Unbekümmertheit, Selbstbewusstsein und Nervenstärke zu EM-Silber. Seiner ersten Einzelmedaille seit den Spielen 2008. "Natürlich gibt das nochmal Bestätigung und Selbstvertrauen", sagte der 26-Jährige, der mit Bronze in der Mannschaft als einziger deutscher Fechter zwei Medaillen gewann.
Wermutstropfen bei den Florettfechtern, die sowohl im Einzel mit Kleibrink und Peter Joppich als auch im Team zu den heißesten Anwärtern auf eine Olympia-Medaille zählen, war nur die Verletzung des viermaligen Einzel-Weltmeisters Joppich. Nach einem Schlag aufs Bein musste er im Gefecht um Bronze passen. Nach einer ersten Untersuchung soll aber sein Start bei den Olympischen Spielen in London nicht in Gefahr sein. Dort gehen die Deutschen zumindest Europameister Italien in einem möglichen Halbfinale aus dem Weg.
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Von einer solchen Konstellation können die Degenfechterinnen um OlympiaSiegerin Britta Heidemann und Imke Duplitzer derzeit nur träumen. Nach EM-Platz sechs treffen sie in London in der ersten Runde auf einen "dicken Brocken". "Wir sind definitiv noch nicht im Zenit unserer Leistungsfähigkeit. Wir müssen unsere Fehler analysieren und daran arbeiten. Es muss sich jeder quälen, und wir müssen zusammenhalten", sagte Duplitzer. Heidemann trat mit Rückenproblemen an, Duplitzer litt vor der EM drei Wochen lang an einem Infekt – für das womöglich letzte große Ziel taten die Degen-Frauen noch einmal alles. Nicht nur körperlich, auch zwischenmenschlich scheint Olympia die beiden Gegenpole im Team zu einen. Und mit EM-Bronze im Einzel schaffte das dritte Teammitglied Monika Sozanska eine Medaille.
Autor: sid



