Fussball

Die Frauen des SC Freiburg gehen mit einem 2:0-Sieg in die Winterpause

Eyüp Ertan

Von Eyüp Ertan

So, 16. Dezember 2018 um 14:51 Uhr

SC Freiburg

Mit einem 2:0-Auswärtssieg beenden die SC-Frauen das Kalenderjahr. In Gladbach dominiert die Elf von SC-Trainer Jens Scheuer den Aufsteiger, verpasst aber einen deutlicheren Sieg.

Der neutrale Zuschauer der Frauenbundesliga ist geneigt, Borussia Mönchengladbach die Bundesligatauglichkeit abzusprechen. Ein Punkt aus 13 Spielen, nur sechs erzielte Tore, dazu 67 Gegentreffer, mehr als in der gesamten Abstiegssaison vor zwei Jahren – die Fohlen sind zur Schießbude der Liga geworden. Knapp 50 Zuschauer hatten es um elf Uhr am dritten Advent ins Grenzlandstadion in Gladbach geschafft – anders als in Sand und Hoffenheim wurde die Partie trotz des Schneefalls ausgetragen.

SC-Coach Jens Scheuer wählt wieder deutliche Worte

Einige Freiburger Anhänger hatten sich ebenfalls auf den Weg nach Gladbach gemacht, zwei von ihnen hatten ein "You’ll never walk alone"-Banner im Gepäck. Deutliche Worte wählte SC-Trainer Jens Scheuer nach der Partie trotz des 2:0-Sieges. "Mit dem Sieg und den drei Punkten bin ich zufrieden. Ob es ansonsten heute genug war und ob das so reicht, müssen die Mädels mit sich vereinbaren", sagte er. Außerdem fügte er hinzu: "Wenn das unser Anspruch ist, dann müssen wir uns davon verabschieden, um einen Platz unter den ersten Fünf mitspielen zu wollen. Dann stehen wir dort, wo wir stehen, zurecht und sind nicht besser. Es liegt allein an uns."

4:0 war das Heimspiel am zweiten Spieltag ausgegangen, auch damals haderte der Sportclub mit der Chancenverwertung. Im Rückspiel in Gladbach bekamen die Zuschauer ein ähnliches Bild geboten: Kaum ein Bundesligateam lässt trotz der extrem tiefen Verteidigung eine solch hohe Anzahl an Chancen zu wie die Gladbacherinnen.

Mehr als einmal rettete für Gladbach die Latte, nach 90 Minuten hatten die Freiburgerinnen über ein Dutzend Eckbälle generiert – einzig der Ball wollte nur zwei Mal den Weg über die Linie finden. Giulia Gwinn konnte im Nachschuss das 1:0 erzielen (5.), in Durchgang erzielte Marie Müller ihr zweites Tor überhaupt: Einen Schuss von der rechten Strafraumecke setzte sie unhaltbar in den langen Winkel, ein Treffer, der es in die Auswahl zum Tor des Monats schaffen könnte (63.). Ein reguläres Tor von Hikaru Naomoto kurz vor dem Abpfiff wurde von Schiedsrichterin Sina Diekmann zu Unrecht aberkannt; die Unparteiische hatte ein Stürmerinnenfoul gesehen.

Am 17. Februar gibt’s das nächste Heimspiel des SCF

Damit beendet der Sportclub das Kalenderjahr auf Rang sechs mit 18 Punkten auf der Habenseite. Nach der Winterpause geht es am Sonntag, 17. Februar, um 14 Uhr mit einem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen weiter.

Der SC spielte mit: Nuding – van Lunteren (46. Müller), Knaak, Schöne, Lahr – Naomoto, Minge (84. Hegenauer) - Gwinn, Beck (74. Schiewe), Bühl – Starke
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