Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

03. September 2010

Die Idee: "Gezielte Arbeit mit viel Freude und Spaß verbinden"

Staufener BDB Musikakademie veranstaltet Camp für junge Musiker im Europa-Park / Am Samstagabend Konzert zum Thema Afrika in Rust.

  1. Das Musikcamp-Team bei einer Proben zum großen Konzert. Foto: a. freyer

STAUFEN/RUST (fry). "Starke Töne – toller Sound": Das ist das diesjährige Motto, unter dem der Bund Deutscher Blasmusikverbände (BDB) mit Sitz in Staufen in diesem Jahr zu seinem Musikcamp im Europa-Park Rust eingeladen hat. Zum fünften Mal geben sich hier blasmusikbegeisterte Jugendliche und junge Erwachsene ein Stelldichein, um gemeinsam eine Woche lang zu musizieren und das Ergebnis der intensiven Probenarbeit im großen Samstagabend-Konzert zu präsentieren. Das ist zwar das wichtigste, aber bei weitem nicht das einzige Ziel des Treffens. "Von Anfang an war die Idee, gezielte Arbeit mit viel Freude und Spaß zu verbinden", erklärt Christoph Karle, Leiter der Staufener BDB-Musikakademie, die Philosophie der Veranstaltung.

Gemeinsam mit Helmut Rau, im Gründungsjahr des Musikcamps Kultusminister und heute Staatsminister und nach wie vor Schirmherr des Musikcamps, hatten die Verantwortlichen die Idee entwickelt. Aus den bescheidenen Anfängen des ersten Jahres ist in atemberaubendem Tempo eine feste Institution geworden, die immer größere Kreise zieht. "Wenn wir am 1. Januar die Einladungen verschickt haben, liegen am nächsten Tag bereits 150 Anmeldungen vor", freuen sich die Veranstalter. Insgesamt ist die Teilnehmerzahl nämlich auf 250 begrenzt.

Werbung


Jetzt sind in drei Orchestern jeweils zwischen 80 und 100 Musiker zusammengefasst – unterrichtet, angeleitet und zum gemeinsamen Konzert geführt von den vier BDB-Dirigenten Markus Frieß, Jürgen Knam, Siegfried Rappenecker und Martin Baumgartner, ergänzt von Peter Kleine-Schaars, der als Hauptdirigent von außen hinzuengagiert wurde. Sie arbeiten mit den 250 Mädchen und Jungen im Alter zwischen zwölf und 24 Jahren. Die meisten von ihnen kommen aus Baden-Württemberg und Bayern.

Um den reibungslosen Ablauf kümmert sich seitens des Europaparks Susanne Kary mit ihrer Crew, und das in enger Zusammenarbeit mit Christoph Karle und seinem Team von der Musikakademie: Büroleiterin Rose Kohnle, die ihren Arbeitsplatz für eine Woche von Staufen in einen Container auf dem Gelände des Europa-Parks verlegt hat, ebenso wie Elisabeth Renkl, zuständig für die Betreuung der bis jetzt 21 Sponsoren. Und auch Thomas Höß, an der Staufener Akademie als Geschäftsführer für die im BDB vertretenen 1200 Vereine zuständig, hat seinen Schwerpunkt nach Rust verlegt und ist sowohl als Organisator als auch als Ansprechpartner für die Jugendlichen jederzeit verfügbar. Unentbehrlich und ebenfalls eine bestens eingespielte Mannschaft: die "Teamer", Freiwillige aus ganz Deutschland, die unter anderem für das Rahmenprogramm sorgen: sportliche Wettkämpfe, Freizeit- und Abendgestaltung mit viel Musik, gemeinsames Grillen und mehr. Damit alles, was im Camp passiert, sofort nach draußen und zu den Familien gelangt, bedient sich das Medienteam modernster Technologie – oft, so haben die Teilnehmer schon mitbekommen, sehen ihre Eltern die lustigen Fotostrecken eher als sie selbst. Und eine Campzeitung wird es auch dieses Jahr wieder geben.

Das musikalische Thema ist in diesem Jahr "Afrika". In Morgen-, Mittag- und Abendproben setzen die Dirigenten alles daran, ihren jungen Mitstreitern an den Instrumenten die schwungvollen und teils ungewohnten Rhythmen und Taktfolgen, die dieser Kontinent in so großer Auswahl bereithält, nahe zu bringen. Inwieweit das geklappt hat, werden die vielen Musikbegeisterten erleben, die zum Hauptkonzert am Samstagabend, 4. September, um 18 Uhr den Dom im Europa-Park füllen werden.

Autor: fry