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07. Mai 2012

Die klare Richtung

Frederik Heislers Magnetband heute beim Jazzkongress.

  1. Frederik Heisler Foto: Zimmermann

Der Name ist mehrdeutig: Magnetband. Zum einen, sagt Frederik Heisler, will er als Schlagzeuger seiner im letzten Herbst gegründeten Band einen Puls geben, "zu dem die restliche Rhythmik hingezogen wird". Gleichzeitig verweist er auf die Magnetband-Kassette. Sie leitete die universelle Verfügbarkeit von Musik ein und hat neuen Ausdrucksformen den Weg geebnet. Den gilt es weiter zu beschreiten, was die Magnetband mit ihrem Mix diverser musikalischer Hintergründe tut.

Drei Deutsche, zwei Franzosen, ein Schweizer und ein Australier bilden eine verschworene Gemeinschaft. Kennengelernt haben sie sich während des Studiums an der Jazzabteilung der Basler Musikakademie. Dort studiert der Köndringer Heisler Schlagzeug. Der 24-Jährige denkt sich in die Stücke hinein, reflektiert Melodie und Harmonie. Heisler aber versteht sich nicht als Chef der Magnetband: "Der Schlagzeuger ist und bleibt Sideman." Mit der Auswahl der Musiker, dies gibt Heisler gern zu, hat er eine klare Richtung vorgegeben. Mit der Besetzung exzellenter Posaunen hat er "Reizpunkte" gesetzt. Der Beatboxer verstärkt den rhythmischen Puls. Die Frage nach dem Jazz beantwortet Heisler entschieden: "Doch, wir sind eine Jazzband."

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Die sieben Musiker der Magnetband teilen die Liebe speziell zum Bebop, Einflüsse aus HipHop, Rock, Funk oder Elektro sind aber unüberhörbar. Die Magnetband will innovativ, naiv und frech sein, bekennt Heisler, ohne an Komplexität und Anspruch zu sparen. "Mixtake Vol.1" heißt ihr Programm.
– Nächste Konzerte: Freiburger Jazzkongress, Gasthaus Schützen, heute, 20.30 Uhr; Jazz ohne Stress, Gasthaus Waldsee, Dienstag, 29. Mai, 21 Uhr.

Autor: Reiner Kobe