Die kritischen Blicke in die Auspufftöpfe lohnen sich

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 09. Oktober 2018

Feldberg

Verkehrspolizisten richten auf dem Feldberg eine Kontrollstelle für Motorradfahrer ein / Einer durfte nicht mehr weiterfahren.

FELDBERG (BZ). Sonne und sommerlich warme Temperaturen führten so manchen Motorradfahrer am Sonntag auf seiner Herbsttour in den Schwarzwald – und in eine Verkehrskontrolle auf dem Feldberg. Verkehrspolizisten der Standorte Freiburg und Waldshut trafen sich auf der B 317 am Feldberg, um dort gemeinsam zwischen 11 Uhr und 14 Uhr eine Motorradkontrolle auszuführen.

Gleichzeitig führte das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald im Feldberger Ortsteil Bärental eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Dort besteht eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 Stundenkilometer. Hierbei wurden insgesamt 15 Motorradfahrer bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung geblitzt. Der Spitzenreiter wurde dort mit Tempo 105 gemessen. Auf diesen kommen nun
ein Bußgeld von 160 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot und die Eintragung von zwei Punkten im Fahreignungsregister Flensburg zu.

An der Kontrollstelle der Polizei wurden aber nicht nur Geschwindigkeitssünder angehalten, sondern ein prüfender und kritischer Blick galt auch der Technik der Motorräder. Und der lohnte sich bei vier Motorrädern. Bei diesem Quartett war die Betriebserlaubnis infolge einer technischen Manipulation an den Auspuffanlagen erloschen. Dies führte zu einer unzulässigen Lautstärke, was durch eine Geräuschpegelmessung vor Ort nachgewiesen werden konnte. Auf diese vier Fahrer wird neben einem Bußgeld auch ein kostenintensives Verwaltungsverfahren zur Wiedererlangung der Betriebserlaubnis für ihre Maschinen zukommen. Einem der Fahrer wurde sogar die Weiterfahrt direkt untersagt, weil an seinem Motorrad die Beamten noch andere, sicherheitsrelevante Veränderungen feststellten.

Auf drei andere Motorradfahrer wird ein Bußgeld wegen mangelhafter Bereifung zukommen. Auch technische Veränderungen an Brems- und Beleuchtungsanlagen stellten die Beamten fest. Einige Motorradfahrer müssen deshalb in den kommenden zwei Wochen die Beseitigung kleinerer technischer Mängel nachweisen.

Zum Ende des Kontrolltages am Feldberg ging den Beamten noch ein Motorradfahrer ins Netz, der zwar fest im Sattel saß, aber nicht im Besitz des dafür notwendigen Führerscheines war. Auf ihn wartet nun ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Fast am Ende des Kontrolltages fiel den Beamten auf ihrer Rückfahrt in Schluchsee noch der Fahrer eines Audis auf, bei dem am Fahrzeug das vordere Kennzeichen fehlte und der Wagen und sein Fahrwerk sehr sportlich getrimmt zu sein schienen. Eine Nachschau war angesagt. Bei der folgenden Überprüfung stellen die Beamten auch hier eine ganz erhebliche Überschreitung der zulässigen Geräuschimmissionen fest. Zusätzlich waren die Bereifung und die extreme Tieferlegung unzulässig und die Beleuchtungsanlage manipuliert. Deshalb war die Betriebserlaubnis für das Auto erloschen.