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06. Juli 2012

Die Linie treffen und Medaillen holen

Neun Mountainbiker des Teams Rothaus-Poison bei der DM in Bad Säckingen / Adelheid Morath peilt das Siegerpodest an.

  1. Adelheid Morath ist gut in Form. Mit Sabine Spitz war die St. Märgenerin im Höhentrainingslager im Engadin. Dabei ist sie der Olympiasiegerin das eine oder andere Mal am Berg davongefahren. Foto: Küstenbrück

MOUNTAINBIKE. Neun Mountainbiker des St. Märgener Rothaus-Poison-Rennstalls werden am Samstag und Sonntag bei der deutschen Cross-Country-Meisterschaft in Bad Säckingen am Start sein. Christian Pfäffle, Luca Schwarzbauer und Kim Riesterer (Breitnau) haben Medaillenchancen. Einen bestimmten Platz hat Heiko Gutmann vor der Deutschen Meisterschaft nicht im Auge. Viel lieber räsoniert der Münstertäler darüber, wie man die 3,9 Kilometer lange Strecke am Bad Säckinger Waldbad fahren muss.

"Technisch sauber, die Linie treffen, voll konzentriert" – so könne man den kniffligen Kurs knacken und richtig schnell sein, glaubt Gutmann. "Die Strecke macht Spaß, aber im Rennen wird es sehr anstrengend, weil es keine Erholungsphasen gibt." Wenn er die Vorgaben wie gedacht umsetzen kann, dann wird am Ende auch ein gutes Ergebnis herauskommen, davon ist er überzeugt. Das Tempo werden allerdings andere bestimmen. Zum Beispiel Titelverteidiger Moritz Milatz (Freiburg) und Manuel Fumic (Kirchheim/T.), die beide Weltklasseniveau besitzen und für die Olympischen Spiele gesetzt sind. Gutmanns Teamkollege Felix Euteneuer verzichtet auf den DM-Start. Er ist noch immer nicht gesund.

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Hanna Klein fühlt sich zwar gesund, wie gut ihre Form ist, darüber kann sie aber nur spekulieren: "Ich habe keine Ahnung, wo ich stehe", sagt die Freiburger Studentin. Ihr fehlt der Vergleich mit der Konkurrenz. Hausarbeiten und Präsentationen für das Studium der Sportwissenschaften haben das Training zuletzt wieder erheblich eingeschränkt. "Das ist schade, aber ich kann mir das nicht aussuchen", sagt Hanna Klein. Wenn sie ihren "Flow" auf der Strecke findet, dann könnte am Sonntag schon ein Resultat herauskommen, das sie zufrieden stimmt. Als Medaillenkandidatinnen haben sich andere in Stellung gebracht. Neben Titelverteidigerin Sabine Spitz (Murg-Niederhof) zum Beispiel die in Freiburg lebende St. Märgenerin Adelheid Morath oder Silke Schmidt (München).

Im U-23-Rennen der Männer gehört Christian Pfäffle zu den Anwärtern auf eine Medaille. Von einer Hand voll Favoriten ist Pfäffle der Jüngste. "Ich bin seit dem Weltcup in La Bresse kein Cross-Country-Rennen mehr gefahren", sagt Pfäffle. Und ergänzt: "Wenn es gut läuft, dann sollte eine Medaille drin sein." Auch er verweist darauf, dass man "die richtige Linie auf diesem Kurs treffen muss". Das sei entscheidend, um ganz vorne dabei zu sein. Favorit im U-23-Rennen ist Markus Schulte-Lünzum (Haltern). Daneben sind auch Julian Schelb (Münstertal) und der amtierende U-23-Marathon-Europameister Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt) sowie Marcel Fleschhut und Fabian Strecker Kandidaten auf Edelmetall.

Heiko Hog und Niklas Grobert haben viel auf dem DM-Kurs trainiert

Lena Wehrle (Buchenbach) fährt bei einer DM erstmals in der U-23-Klasse. Sie gehört dem jüngsten Jahrgang an und hat deshalb nichts zu verlieren. Favorisiert ist Helen Grobert (Remetschwiel). "Sie sollen ihren Heimvorteil nutzen", sagt Rothaus-Poison-Teamchef Patrik Faller über seine beiden Junioren. Das bezieht sich den Breitnauer Heiko Hog und Niklas Grobert, die viele Trainingseinheiten auf dem Meisterschaftskurs absolviert haben. Für Niklas Grobert ist es ein Heimspiel, denn er lebt in Bad Säckingen. Folgt man Patrik Faller, dann ist Heiko Hog "gut drauf" und Niklas Grobert "immer mehr im Kommen". Hog könnte zwischen Rang fünf und zehn ins Ziel kommen, vermutet Faller.

In der Jugendklasse hat sich Luca Schwarzbauer (Nürtingen) durch seine Auftritte in der Nachwuchs-Bundesliga in die Rolle eines Mitfavoriten gebracht. Doch er hat starke Konkurrenten. Eine Medaille ist aber durchaus drin. Die wäre vielleicht auch für den Furtwangener Lars Koch in Reichweite gewesen, doch Koch leidet am Pfeifferschen Drüsenfieber.

Bleibt die Jugendfahrerin Kim Riesterer (Breitnau). Auch sie ist eine Medaillenanwärterin aus dem Team Rothaus-Poison. In ihrer Kategorie ist Hannah Grobert aus Remetschwiel zwar die klare Favoritin, doch dahinter hat Riesterer Chancen auf ein Medaille.

Autor: Erhard Goller