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21. Juni 2012

Die "Löwen" helfen den Helfern

Der Erlös aus dem Christbaumverkauf geht an die Hospizgruppe und das Haus Eliah.

  1. Scheckübergabe (von links): Werner Heiland (Präsident Lionsclub), Alfons Woestmann (Haus Eliah), Beate Geyer (Hospizdienst) und Volker Huber (Past-Präsident Lionsclub). Foto: Dagmar Barber

EMMENDINGEN. Was haben Tannenbäume, Sterbehilfe und drohende Obdachlosigkeit gemeinsam? Jeweils großes Engagement. Ob Lions Emmendingen, Hospizdienst oder Haus Eliah: Alle drei Institutionen setzen sich, jeder auf seine Art, für Menschen in Not ein. Dank der guten Idee und des Einsatzes zahlreicher "Emmendinger Löwen" bekommen jeweils 2000 Euro der Hospizdienst und das Haus Eliah.

Die Mitglieder des Lions Club Emmendingen verkauften Weihnachtsbäume aus eigener Plantage im Wildtal, um diese beiden Institutionen finanziell zu unterstützen. Deren Mitarbeiter investieren stets viel Zeit und Nächstenliebe, sind aber immer knapp bei Kasse. Der Hospizdienst benötigt Geld für die regelmäßige Fortbildung der 28 Ehrenamtlichen und das Haus Eliah für dringend notwendige Sanierungsarbeiten im Haus an der Hebelstraße.

Werner Heiland (Präsident Lions Emmendingen) und Amtsvorgänger Volker Huber überreichten im Kreiskrankenhaus die Schecks zur großen Freude von Beate Geyer, der Einsatzleiterin des ambulanten Hospizdienstes für Emmendingen, Teningen und Freiamt. Um die zurzeit etwa 60 schwerkranken Menschen liebevoll palliativ zu betreuen, bedarf es stets der richtigen Worte. Sowohl im Gespräch mit den Schwerkranken, aber auch mit den Angehörigen. Sie achten bei ihren Diensten nicht auf die Zeit, aber es kostet sie mentale Kraft, diesen schweren Dienst auszuüben. Wichtig ist die Wertschätzung gegenüber dem sterbenden Menschen, regelmäßige Fortbildungskurse sind deshalb notwendig, um bei Abschied, Trauer und Tod die richtigen Worte, aber für sich selbst die nötige Abgrenzung zu finden. Ein Teil der Spende wird für den Chanson-Abend in der CineMaja am 8. Oktober eingeplant: "Bevor ich gehe, bleibe ich". Petra Afonin singt sensible Lieder über das Tabuthema Tod und die Trauer.

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Auch Alfons Woestmann vom Haus Eliah ist glücklich über den unerwarteten Geldsegen. "Erschreckend, dass die Menschen, die von drohender Obdachlosigkeit bedroht sind, zunehmend jünger sind," sagt er. Zurzeit betreut er fünf Leute unter 25. Darunter sind zwei Frauen, eine ist erst 19 Jahre alt.

Das Hilfsangebot für wohnungslose Menschen reicht von der sofortigen Grundversorgung, über eine kurzfristige Unterkunft bis hin zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Nur braucht der Verein unter dem Dach der agj (Erzdiözese Freiburg) selbst Hilfe, denn die Räume sind dringend sanierungsbedürftig.

Info: Spenden an das Haus Eliah: Konto Nr. 20070 814 BLZ 680 501 01; Spenden an den Hospizdienst: Konto Nr. 22220002 BLZ 680 501 01 Sparkasse Freiburg

Karten im Vorverkauf für den Chansonabend der Hospizgruppe am 8. Oktober in der Cinemaja in Emmendingen gibt es bei Petra Afonin: Tel. 07071/9209141 ; E-Mail: petra@afonin.de

Autor: Dagmar Barber