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15. Februar 2010

Die Murger Narren gehen (nicht) mit der Zeit

Zwei vergnügliche Fasnachtstage bei der alten neuen Strabufa am Bürgerplatz / Der erste Dämmerumzug nahm Fahrt auf, je näher er dem Zielort kam.

  1. Zum Verlieben und zum Reinbeißen war die neue alte Strabufa auf dem Murger Bürgerplatz. Nach der Eröffnung tummelten sich gut gelaunte Narren im Budendorf. Foto: Saskia Baumgartner

  2. Foto: Saskia Baumgartner

  3. Foto: Saskia Baumgartner

  4. Foto: Saskia Baumgartner

MURG. "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit." Das erklärte Armin Eschbach, Zeremonienmeister der Narrenzunft Murg, bei der Eröffnung der neuen alten Strabufa am frühen Samstagabend am Bürgerplatz. Die Veränderungen mit der Rückkehr der Traditionsveranstaltung auf die Straße seien nicht nur erforderlich, sondern stünden auch ganz im Zeichen der ursprünglichen Fasnacht. Denn die sei ja einst in der Ledergasse gefeiert worden. Auch die Premiere des Dämmerumzugs passt in den Zusammenhang.

Zur 34. Strabufa schienen die Gassen beziehungsweise die Murger Straßen zu Beginn des ersten Dämmerumzuges, der um 17.11 Uhr beim alten Edeka-Markt Sulger startete, noch etwas leer. Etwa ab Mitte der Strecke, als sich die Murger Zunft mit den Fasnachtsvereinen und Cliquen in der Langmattstraße auf Höhe der evangelischen Kirche befand und in Richtung Gärtnerei Kaiser weiterzog, änderte sich dies. Am Endpunkt auf dem Bürgerplatz und damit inmitten der Strabufa hatten die Narren etliche Umzugsbesucher im Gefolge. Dementsprechend viele Zuschauer hatten sich dadurch auch zur Eröffnung der Budenfasnacht um 17.45 Uhr vor dem alten Feuerwehrgerätehaus versammelt.

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Bevor Narrengötti Walter Hollatz den Beginn der Strabufa 2010 verkündete und damit zum "Höhepunkt meiner bisherigen 95-tägigen Amtszeit" schritt, verdonnerte er Eschbach noch zum Tragen großer Plastikohren während der ganzen Strabufa-Zeit – da Eschbach sich sonst immer über seine, Hollatz’ Ohren lustig mache. Damit die Verkleidungspflicht für den Zeremonienmeister sofort beginnen konnte, fasste sich Hollatz kurz, erklärte die Strabufa für eröffnet und forderte die Besucher auf: "Ab in die Buden, im Gleichschritt, Marsch!"

Und Hollatz’ Wunsch war allen Befehl. Vor den Ständen reihten sich hungrige und durstige Fasnächtler ein, in den Buden und Zelten auf dem Bürgerplatz sowie im alten Feuerwehrgerätehaus herrschte bis in die Morgenstunden ausgelassene Stimmung. Am Sonntagmorgen um 11.11 Uhr ging der närrische Budenbetrieb weiter. Mit der traditionellen Verlosung folgte dann am Abend ein letzter Höhepunkt der Straßenbudenfasnacht.

Weitere Fotos von der Strabufa unter http://www.badische-zeitung.de

Autor: Saskia Baumgartner