Die neue Pfarrerin kennengelernt

Gerd Sutter

Von Gerd Sutter

Di, 02. Oktober 2018

Schopfheim

Einführungsgottesdienst für Pfarrerin Ulrike Krumm in Gersbach / Im Anschluss war Zeit, sich besser kennenzulernen.

SCHOPFHEIM-GERSBACH. "Wir freuen uns, Ulrike Krumm als Pfarrerin in Gersbach willkommen zu heißen", sagte Dekanin Bärbel Schäfer. Der Einladung zum Einführungsgottesdienst waren am Samstag zahlreiche Gersbacher gefolgt.

Der Kinderchor des Gesangvereins sang zutreffend "Komm du Sonne des Lebens". Als nüchternen Akt bezeichnete Dekanin Schäfer das Verlesen der Berufungsurkunde des Oberkirchenrates. Viel wichtiger sei die Bedeutung. Die langen Vakanzzeiten in mehreren Abschnitten seien für die Kirchengemeinde Gersbach eine Herausforderung gewesen. Wenn alles gut laufe, brauche man die Dekanin nicht – aber wenn’s nicht läuft? Für die Gemeinde sei es ein neuer kirchlicher Abschnitt. Es sei der Wunsch von Ulrike Krumm gewesen, zwei eigenständige Gemeinden zu führen, was ein Kontrast zur Stadtgemeinde sei. Die Dekanin hofft auf eine gute Dienstgemeinschaft mit Fahrnau, wo Ulrike Krumm den Faden aufnehme, den Vakanzpfarrerin Martina Weber-Ernst gelegt habe.

Pfarrerin Ulrike Krumm habe beim Seniorenausflug einiges über Gersbach erfahren. So zum Beispiel, dass früher die Dächer der Häuser mit Stroh gedeckt waren, welche gut 30 Jahre hielten. So lange werde sie der Gemeinde nicht erhalten bleiben, meinte sie. Doch aus Stroh könne man auch Engel basteln (heute sei ja Michaelistag). Wie dieser Engel wolle sie auch für die Gemeinde kämpfen, wenn es auch kurvig sei (eine Anspielung auf die Kurven zwischen Fahrnau und Gersbach). Es stelle sich die Frage: "Was können wir tun, um Kirche für alle zu sein?" Altes bewahren und für Neues offen sein, aber auch Unterschiede zulassen, laute die Antwort.

Das Fürbittengebet galt der segensreichen Arbeit für die eingeführte Pfarrerin. Kirchengemeinderätin Sabine Arango überreichte mit humorigen Worten ein Willkommenspaket mit Wanderstab (Hirtenstab), einer Taschenlampe, einem ISO-Getränk, einem Müsli-Riegel, Brot und Käse, einer Wanderkarte von Gersbach und einem Schokoladenherz. Anschließend war die Gemeinde zum Begrüßungsempfang eingeladen, wobei die ersten Kontakte geknüpft wurden.