Generationswechel – Alois Stöcklin übergibt an Adrian Fingerlin

Michael Neubert

Von Michael Neubert

Mo, 05. Februar 2018

Radsport

Nach mehr als 30 Jahren gibt der Fachwart des Radsportbezirks sein Amt ab / Tim Meier neuer MTB-Fachwart / Hilfe für Vereine in Sachen gefordertem Führungszeugnis.

RADSPORT. Erneuerung, Verjüngung – beim Radsportbezirk Hochrhein-Wiesental hat im Vorstand ein Generationswechsel eingesetzt. Bei der Jahresauftaktsitzung in Dogern endete eine Ära: Alois Stöcklin vom RSV Rheinfelden hat sein Amt abgegeben. Mehr als 30 Jahre lang war er als Fachwart Radrennsport und stellvertretender Bezirksvorsitzender aktiv, doch nun hat er sein Amt in jüngere Hände gegeben: Adrian Fingerlin (Rheinfelden) wurde – in Abwesenheit – von den Vertretern der 15 anwesenden Bezirksvereine zum Nachfolger bestimmt. "Adrian Fingerlin ist ein guter, kompetenter Nachfolger. Als aktiver Rennfahrer ist er näher am Geschehen", sagte Stöcklin, der RSV-Vorsitzender bleibe. Fingerlin schätze er als "kommunikativ", dieser habe "viel Sachverstand".

Einen Schritt nach vorn will der Bezirk im Fachbereich Mountainbike gehen. Zwei Jahre lang war der Posten des Fachwarts unbesetzt. Mit der Wahl des 18-jährigen Mountainbikers Tim Meier (RSV) hat der Bezirk ein Zeichen gesetzt. Dank Stöcklins Initiative gelang es, für die Mountainbiker einen kompetenten Zuständigen zu finden. "Es ist schön, dass ich es machen darf", sagte Meier, er wolle sich unter anderem für die Gold-Trophy Sabine Spitz in Bad Säckingen einsetzen, die zumindest in diesem Jahr entfällt. Um 2019 die Großveranstaltung von neuem zu organisieren, appellierte er an alle Vereine, mitzuhelfen: "Dafür sind wir ein Bezirk." Britta Gümpel, Vorsitzende des RSV Trompeter Bad Säckingen, betonte: "Wenn wir so eine Veranstaltung im Bezirk haben, müssen wir vier, fünf Vereine ins Boot holen. Für einen Verein allein ist das nicht mehr machbar."

Sportlich hatte der Bezirk im vergangenen Jahr einiges zu bieten, obwohl es in manchem Fachbereich eher beschaulich zuging. Aushängeschilder waren, wie in den Jahren zuvor, die Mountainbiker, Straßenfahrer, Kunstradsportler und Radballer mit ihren regionalen, nationalen und internationalen Titeln. Um das Korsofahren und den Bereich Breitensport ist es derzeit eher ruhig. Was vor allem Bezirkschef und Fachwart Peter Rogge für seinen Bereich Korso bedauert: "Es ist eine wunderbare Sache." Dennoch gibt es 2018 keine Korso-Veranstaltung im Bezirk.

Der grundsätzliche Aufwärtstrend im Rennsport halte an, betonte Alois Stöcklin. Für die Saison 2017 wurden 104 Lizenzen vergeben, was einem Plus von 24 zum Jahr zuvor entspricht. Stöcklin bedauerte gleichzeitig, dass der Zuwachs in den Schüler- und Jugendklassen eher gering sei und es keine Bezirksmeisterschaft mehr gibt.

Mit der Wiederwahl des Bezirksvorsitzenden Peter Rogge (Erzingen), dessen Stellvertreter Peter Schlageter (Gurtweil), Schriftführer Walter Stritt (Schwerzen) sowie den Fachwarten Michael Schell (Breitensport) aus Schopfheim, Andreas Maier (Kunstrad, Dogern) und Peter Rogge (Korso), fühlt sich der Bezirk gut aufgestellt und gewappnet. Gut vorbereitet war das Team in die Versammlung gegangen. Dogerns neuer Bürgermeister Fabian Prause hatte es leicht, die Wahlen zügig durchzuführen.

Schlageter referierte über das Thema Kinder- und Jugendschutz und bot den Vereinen Hilfe an. Man werde Lösungen erarbeiten, um es den Vereinen leichter zu machen. Der Bezirk will ein Schutzkonzept vorschlagen und erörtern, wie mit dem geforderten Führungszeugnis umgegangen werden soll, das laut Gesetz künftig für Trainer und Betreuer vorgelegt werden muss.

Termine 2018: Bezirkspokal Kunstrad in Dogern (15. April), Abendrennen in Bad Säckingen mit fünf Rennen mittwochs (25. April bis 30. Mai), Waldhaus Bikemarathon (10. Juni), Volksradfahren in Erzingen (24. Juni), Kriterium in Rheinfelden als Abendrennen (14. Juli), Bezirkspokal Kunstrad in Wallbach (2. Dezember).