Verlegung des Stammsitzes geht in die letzte Phase

skk

Von skk

Mo, 13. November 2017

Waldshut-Tiengen

Sedus investiert 20 Millionen Euro in den bereits Jahrzehnte dauernden Umzug / Was mit Waldshuter Büros passiert, bleibt unklar.

WALDSHUT-TIENGEN/DOGERN (dod). Mit einer Millioneninvestition hat der Büromöbel-Hersteller Sedus seine Stammsitzverlagerung von Waldshut ins benachbarte Dogern auf die Zielgerade gebracht. Bereits seit 1969 läuft der schrittweise Umzug, im nächsten Jahr steht er vor dem Abschluss. Wie der derzeit im Bau befindliche Hauptsitz aussehen wird, hat die Firma jetzt vorgestellt.

In Dogern stehen durch die Verlagerung des Hauptsitzes einige Veränderungen an. Die augenscheinlichste ist der Neubau eines Bürokomplexes. Hier laufen die Arbeiten bereits. In das Gebäude sollen die verbliebenen Mitarbeiter aus Waldshut ziehen, die in den Bereichen Vertrieb und Marketing tätig sind. Zudem wird die Entwicklungsabteilung, die in Dogern derzeit noch in anderen Büros sitzt, dort einziehen. Im Zuge der Neuordnung ändert Sedus in Dogern zudem die räumliche Aufteilung seiner Fertigung. Damit will die Firma Lieferzeiten verkürzen und die Produktivität erhöhen. Sedus investiert in die Standorte Dogern und Geseke insgesamt 20 Millionen Euro.

Was mit dem frei werdenden Gebäude der Stoll-Stiftung passiert, in dem bis zum Umzug die letzten Waldshuter Sedus-Mitarbeiter sitzen, bleibt unklar. Von Stadt- und Stiftungsseite vorstellbar war zuletzt der Umzug der Stadtbibliothek vom Kornhaus in die Räume. Das Vorhaben sollte in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats diskutiert werden. Der Tagesordnungspunkt wurde aber kurzfristig gestrichen.

Auf Anfrage teilt Oberbürgermeister Philipp Frank mit, dass ein Komplettumzug der Bücherei ins Stoll-Gebäude reizvoll sei, die Stadt prüfe aber, ob ein Verbleib samt Erweiterung der Bibliothek im Kornhaus möglich und günstiger wäre. Langjährigen Mietausgaben im Sedus-Gebäude stelle man derzeit Investitionen für einen Ausbau der bisherigen Räume entgegen, so Frank. Aus Brandschutzgründen soll das Kornhaus 2018 umfassend saniert werden.