Viel Applaus für die Primiz-Predigt

skk

Von skk

Mo, 04. Juni 2018

Dogern

Stefan Schonhardt feiert in seiner Heimat Dogern die erste öffentliche Messe.

DOGERN (deh). Gläubige aus der Pfarrei Dogern, der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein und darüber hinaus waren zur Heimatprimiz von Stephan Schonhardt in die St. Clemens-Kirche nach Dogern gekommen. Mit Pfarrer Ulrich Sickinger, Pater Richard aus Maria Bronnen und Diakon Wathek Matti feierte der Neupriester nach seiner Weihe vor zwei Wochen in der Kathedrale in Chur jetzt in Dogern seine erste öffentliche Messe.

Nach dem Studium, Praktika und den Exerzitien schließe sich dem Pflichtteil jetzt die Kür an, sagte Pfarrer Ulrich Sickinger. Wenn diese auch Gelegenheit gebe, die eigenen Vorstellungen umzusetzen, so habe ein Pfarrer doch auch weniger begeisterungsfähige Dinge zu erledigen. "Priester sein, ist kein Sonntagsspaziergang – auch nicht in der Schweiz", erklärte Ulrich Sickinger aus seiner 19-jährigen Erfahrung. Die Freude, jetzt für den Dienst am Altar und an den Menschen bereit zu sein, sei bei Stephan Schonhardt spürbar. Die Primiz sei das Zeichen der Verbundenheit mit der Heimatpfarrei und der Seelsorgeeinheit, die ihrerseits mit einem Messgewand als Geschenk diese Verbindung unterstrichen. Dass Stephan Schonhardt seinen eigenen Weg gehen wird, zeigte sich in seiner Predigt, die die Kirchenbesucher mit Applaus bedachten. Sie richtete sich ganz nach dem Grundsatz: Die Menschen kommen nicht zur Kirche, sondern die Kirche muss zu den Menschen kommen. Darin sieht der Neupriester auch seine Aufgabe. "Christsein muss ablesbar sein im gemeinsamen Miteinander, nicht zuletzt durch Achtsamkeit gegenüber anderen", sagte Schonhardt.

Einen unüblichen Weg hatte auch der Kelch hinter sich, der den Primizianten künftig begleiten wird. Dafür hatten sich Werkstücke befreundeter Handwerker ebenso zusammengefunden, wie ein Teil von einem Kuhhorn vom Hof seiner Schwester in Unteralpfen.