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26. März 2015

400 Steine bekommen eine Spezialbehandlung

Die Arbeiten an den Steinen der Donauquelle gehen zügig voran / Ende des Jahres soll die Anlage wieder aufgebaut werden .

  1. Oberbürgermeister Erik Pauly begutachtet mit Architekt Alexander Schmid und Steinbildhauer Riccardo Itta (von links) die Steine der Donauquelle in der Halle unter der Reitturniertribüne. Foto: Michael Pohl

DONAUESCHINGEN (mp). Es sind rund 400 Steine, die Steinbildhauer Riccardo Itta aus Überlingen gemeinsam mit seinen Mitarbeitern aufbereiten muss. Das soll bis Ende August, spätestens Anfang September geschehen. Deshalb arbeiten sie unter der Tribüne im Reitstadion auf Hochtouren an den Steinen der Donauquelle. Ein Ort, der sich nachweislich als ideale Werkstatt für die Arbeiter erwiesen hat.

"Uns war es wichtig bei dem Projekt voranzukommen", sagt Erik Pauly. Die Halle habe sich angeboten. Man sei absolut im Zeitplan. Die Reitturnier GmbH hatte die Räumlichkeiten angeboten und seit Dezember vergangenen Jahres lagern die Steine dort zur Trocknung. Architekt Alexander Schmid betonte, dass der Abbau der Donauquelle im Nachhinein gesehen der einzige richtige Weg gewesen sei. "Wir haben Frostschäden, zahlreiche beschädigte Steine und vor allem sind die Platten allesamt von hinten beschädigt." Während also von außen alles halb so schlimm aussah, hatte es sich nach dem Abbau herausgestellt, dass die Platten nur noch wenige Zentimeter dick waren.

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Die Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart hat den Feuchtigkeitsgehalt der gelagerten Sandsteine mittels eines drahtlosen Sensornetzwerks permanent überwacht. Die Steine sollten demnach einen Wassergehalt von maximal 70 bis 80 Prozent haben, damit sie konserviert werden können. Allerdings trockneten die Steine den Messungen nach langsamer als erwartet. Deshalb wird die Quellfassung erst im Herbst fertig. Bis alles wieder aufgebaut ist, so schätzt Riccardo Itta, dürfte Ende des Jahres sein.

Auch "Mutter Baar" wird rechtzeitig fertig

Die Kosten für die Donauquellensanierung inklusive der Freianlagen liegen nach Angaben von Rudolf Reichle, Sachgebietsleiter Tiefbau, bei rund 1,45 Millionen Euro. Die Treppen- und Aufzugsanlage kostet nochmals rund 1,13 Millionen Euro. Davon bekommt die Stadt Donaueschingen Zuschüsse in Gesamthöhe von 550 000 Euro.

Die Marmorskulptur "Mutter Baar" wird nicht in Donaueschingen, sondern in einem Tübinger Atelier konserviert. Die Kosten dafür betragen rund 30 000 Euro. Die Fertigstellung ist für Juni geplant, sodass auch diese im September dieses Jahres im Bereich der Donauquelle in Donaueschingen wieder aufgebaut werden kann.

Autor: bz