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25. Juli 2011

Chorgesang vom Feinsten

Konzertwochenende des MGV Allmendshofen gefällt / Besucher rufen nach einer Fortsetzung.

DONAUESCHINGEN (hf). "Sommerträume unterm Sternenhimmel" versprach der MGV Allmendshofen zu seinen Sommerkonzerten von Freitag bis Sonntag an der Allmendshofer Dorfkirche St. Jakobus. Auch wenn Petrus nicht so recht mitspielen wollte, so ist es den Allmendshofern doch gelungen, unter der Leitung von Martin Schorpp, Jugendleiter Heiner Murer und Matthias Listmann ein gelungenes Musikfest im Dorf zu veranstalten, das in der Zukunft wieder zu einem traditionellen Ereignis werden könnte.

Am Freitagabend mussten die rund 200 Zuhörer unterm schützenden Zeltdach nah aneinander rücken, doch auch so erlebten sie ein tolles Fest der Kinder- und Jugendchöre. Es wurde nach Herzenslust gesungen, gespielt, geflötet und gefiedelt und sogar getanzt. Die Erich-Kästner-Schüler gaben gekonnt ein paar Kostproben ihres nächsten Musicals "Ayelevi" zum Besten, der einheimische Grundschulchor brachte lebendigen Zirkus auf die Bühne, und die MGV Chorjugend begab sich sängerisch auf eine kleine Weltreise. Der Kinderchor der Kirchengemeinde Hl. Dreifaltigkeit wiederum brachte neben den geistlichen Liedern die Zuhörer beim "Froschkonzert" zum Mitsingen.

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Den Höhepunkt bildeten dann die Gäste aus Nürnberg. Der Junge Chor versetzte die Zuhörer mit seinen lustigen Weisen ("Gummibärenlied") oder Paul Gerhardts klassischen Sommerlied "Geh aus mein Herz" in wahre Begeisterung, denn sie erlebten Kinderchorgesang in Vollendung. Auch die instrumentalen und tänzerischen Auflockerungen durch die Musikgruppen der Musikschule, des FG und die Tanzgruppe aus Reiselfingen hinterließen einen angenehmen Eindruck.

Konzertabend am Samstag brachte "Zauber von Oper und Operette"

Der große Konzertabend am Samstag versprach "Zauber von Oper und Operette". Rund 400 Zuhörer erlebten bei deutlich besseren Witterungsbedingungen einen bezaubernden Konzertabend, den der MGV Allmendshofen mit seinen vier Erwachsenenchören bot. Matthias Listmann hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, in dem jeder der vier Chöre seine Stärken zeigen konnte. Vielseitig der A-cappella-Chor, diesmal mit Kapelle (Klavier), dem das schwierige "Studium der Weiber" großen Spaß bereitete, der Frauenchor, der "Zauberflöten-klänge" oder das gefühlvolle Händelsche "Largo" klangschön intonierte. Der gemischte Chor VocAllmende konnte mit einem bezaubernden "Valse avec choeur" von Bizet und dem unsterblichen Gefangenenchor aus "Nabucco" gefallen.

Die große Bandbreite des Männerchors zeigte sich schon beim Vortrag der "Abenteuer des Don Quijote", aber auch beim frommen Pilgerchorgesang ("Tannhäuser"), dem als Kontrastprogramm das schmissige Trinklied aus "La Traviata" folgte. Welcher Gesangverein hat wohl solche exzellenten Solisten wie Martin Laufer, Daniel Preis und Eric Simon, deren Arien sich hervorragend in das Programm einfügten und es bereicherten?

Der große Beifall am Ende zeigte deutlich den Wunsch des Publikums, dass die Sommerkonzerte künftig einen festen Platz im Allmendshofer Festkalender finden sollten.

Autor: bz