Die Schutzengel schwitzen

skk

Von skk

Mo, 06. August 2018

Donaueschingen

Laufen für den guten Zweck in Donaueschingen / Teilnehmer schaffen 11 143 Runden.

DONAUESCHINGEN (bom). Es ist geschafft! Der siebte Schutzengellauf durch die Donaueschinger Innenstadt zu Gunsten der Mukoviszidose-Forschung und Therapie erkrankter Patienten wird als schweißtreibendes Hochsommerereignis in die Geschichte der Stadtläufe eingehen.

Wer damit rechnete, dass die Teilnehmer aufgrund der drückenden Sommerhitze der Veranstaltung fern bleiben, war schnell eines Besseren belehrt: 1015 Läufer, Walker, Geher, Rollstuhlfahrer, Nordic Walker, Eltern mit Sportkinderwägen und viele mehr waren am Start, um sich Runde für Runde für den guten Zweck zu engagieren.

Aufgrund der tropischen Temperaturen waren es nicht ganz so viele wie in den vorangegangenen Jahren, doch lag die Gesamtbilanz am Ende bei 11 143 gelaufenen Runden. Das entspricht pro Teilnehmer einer durchschnittlichen Laufleistung von elf Runden oder insgesamt 12,1 Kilometern. Beim Startschuss um 16 Uhr war ein derartiges Ergebnis noch nicht abzusehen.

Die Cheforganisatoren Silvia Kunz und Stefan Zimmermann hatten gemeinsam mit ihrem Helferteam und Familienmitgliedern den siebten Schutzengellauf organisiert: "Es bringt uns nichts, wenn die Teilnehmer aufgrund der Hitze umkippen. Lieber legen sie zwischendurch eine oder mehrere Pausen ein oder beenden ihren Lauf, wenn es nicht mehr geht", sagt Kunz. Doch am Ende ist sie sprachlos. Die Anzahl an Läufern, welche den gesamten Lauf durchgehalten haben und in der letzten Viertelstunde noch die Ziellinie überschritten, ist enorm. Das mag auch an der Betreuung entlang der 1,1 Kilometer langen Strecke gelegen haben.

Nach dem Startschuss zwischen Rathaus und Sparkasse führte der Weg an der ersten Verpflegungsstation vorbei durch die Innenstadt, die Max-Egon Straße hinunter und die Wasserstraße entlang. Am Lang-Haus wartete auf die Sportler die erste Erfrischung in Form einer Wasserdusche, bereitgestellt durch die Donaueschinger Feuerwehr. Wenige hundert Meter später gab es die zweite Verpflegungs- und Getränkestation. Durch die Käfer- und Herdstraße ging es am Amtsgericht vorbei zum Ziel, wobei vor dem letzten Anstieg die Feuerwehr mit einer weiteren Wasserdusche die erhitzten Sportler kühlte.

Von Beginn an bei den Läufern mit von der Partie war auch Oberbürgermeister Erik Pauly, der sich wie alle anderen trotz der Hitze die Chance nicht entgehen ließ, pro Runde einen Euro für den guten Zweck zu erlaufen.

Einmal mehr legte Peter Fane die größte Laufstrecke zurück. Er brachte es auf 28 Runden. 11143 Euro brachten die gelaufenen Runden zu Gunsten der Behandlung von an Mukoviszidose erkrankten Kindern ein. 10 000 Euro davon übernimmt die Sparkasse, den Rest finanziert die AOK. In diesem Jahr geht die Spende an die Nachsorgeklinik in Tannheim.