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19. Mai 2017

Eine Stadt voller Baustellen

In Donaueschingen wird in diesem Jahr viel gebaut / Allein die Kommune investiert rund 3,5 Millionen Euro.

  1. Blick auf die Schellenbergbrücke beim Donaueschinger Bahnhof. Sie wird noch bis zum 19. Oktober grundlegend saniert. Foto: Rolf Wetzel

DONAUESCHINGEN (gvo). Die Zahl der Baukräne, die über die Dächer einer Stadt hinausragen, sind ein sicheres Zeichen für eine florierende Wirtschaft. Ein weiteres Indiz ist die Zahl der Straßenbaustellen in einer Stadt. Davon gibt es in diesem Jahr in und um Donaueschingen wieder einige.

Baustellen gehen aber meist auch auf den Nerv, obwohl sie eigentlich Verbesserungen für die Infrastruktur und damit für alle bringen. Aber sie bringen durch Sperrungen zeitraubende Umfahrungen mit sich und Wartezeiten vor Ampeln. So schlimm wie im vergangenen Sommer, als der Bau des neuen Kreisels und die damit verbundene Sperrung der Pfohrener Straße beim Aldi-Zentrallager öfter für chaotische Zustände auf der B 27 sorgte, wird es in diesem Jahr nicht.

Zwar schiebt Donaueschingen, wie andere Kommunen auch, eine Bugwelle von durchzuführenden Sanierungen vor sich her, die gute Finanzsituation lässt es aber zu, dass im laufenden Haushaltsjahr immerhin 22 Projekte finanziert sind. Elf Tiefbaumaßnahmen, die sich übers Jahr verteilen, sind im Volumen von 1,76 Millionen Euro bereits an Bauunternehmen vergeben.

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Weitere elf Projekte mit einem vergleichbaren Volumen warten noch aus Ausschreibung und ausführende Firmen. Letzteres ist bei gefüllten Auftragsbüchern gar nicht so leicht. Angebote sind derzeit oft überteuert. Zwei Brückenprojekte (Georg-Mall-Brücke und Bregbrücke Allmendshofen) mussten auf 2018 verschoben werden.

Dazu kommen weitere Millionen, die Kreis, Land und Bund in die Sanierung der Schellenbergbrücke, die Brücke über die B 27 auf der Pfohrener Straße oder beim Zubringer Allmendshofen investieren. Ebenso ist die Bahnhofsanierung angelaufen. Hier sind bereits mehrere Dutzend Pendlerparkplätze weggefallen.

Die größte innerstädtische Umleitung beschert die Schellenbergbrücke. Der Kreis investiert hier 1,5 Millionen Euro (Landeszuschuss: 250 000 Euro). Als Ausweichstrecken bis zur Freigabe am 19. Oktober dienen die Joachim-zu-Fürstenberg- und die Mühlenbrücke.

720 000 Euro kostet die Sanierung der Brücke über die B 27 beim Aldi-Zentrallager. Hier kommt es derzeit nur zu leichten Behinderungen auf Land- und Bundesstraße durch Fahrbahnverengungen und den Wegfall einer Fahrspur sowie einer Temporeduzierung auf 30 Stundenkilometer. Nach dem Reitturnier (ab 18. September) gibt es hier eine Einbahnregelung. Der Verkehr in Richtung Pfohren wird über die B 27 und den Hüfinger Wasserturm bis Ende Oktober geleitet. Die Brücke beim Allmendshofener Zubringer soll bis Ende 2017 fertig werden und hier für Entspannung sorgen.

Autor: skk