Erfolgreiche Geschichte

skk

Von skk

Di, 04. September 2018

Donaueschingen

Konstante Zahlen im Kinder- und Jugendmuseum.

DONAUESCHINGEN (bom). "Papa, schau mal, wie schnell sich die Räder drehen. Ich möchte unbedingt 1000 Umdrehungen schaffen", ruft der kleine Jamie Jöhnk. Er versucht, mit einer Kurbel die 31 ineinander greifenden Zahnräder in Schwung zu bringen. "Es kommt nicht auf die Schnelligkeit an, sondern auf ein gleichmäßiges Drehen der Kurbel", entgegnet Jamies Vater.

Die Jöhnks sind aus Altenburg bei Jestetten in die Donaustadt gekommen. Sie sind fasziniert vom Kinder- und Jugendmuseum, das sie in Zukunft noch weitere Male besuchen wollen. Das Museum zum Anfassen, das Technik, Mensch und Natur in den Fokus rückt und in einem Raum des Wunderns weitere Phänomene erklärt, ist mittlerweile in ganz Süddeutschland und der angrenzenden Schweiz bekannt und eine der wenigen Indoor-Einrichtungen, deren Besucherzahlen im Hitzesommer 2018 konstant blieben.

Museumsführerin Sibylle Koch sieht die Beliebtheit der Einrichtung im Zusammenspiel von engagierten Helfern, der Neugier der Besucher und dem Entgegenkommen der Industrie, deren regelmäßige Sach- und Finanzspenden das Museum lebendig erhalten. Die Einrichtung bietet die einzigartige Möglichkeit, Naturphänomene und Technologien ohne Internetsuchmaschinen oder Tablet und Co. zu begreifen. Beliebt sind auch die regelmäßigen Workshops. Deren Beliebtheit ist an der Zahl der Buchungen für private Kinderfeste, für Kindergärten, Schulklassen oder Vereine ablesbar. Bis zum Herbstfest regelmäßig im Programm ist der Workshop Donauabenteuer. Ziel ist es, in maximal 90 Minuten mit Bastelaktionen und anderen praktischen Übungen Wissenswertes zur Donau und deren Verlauf näher zu bringen.

Das Museum ist in zahlreichen Ferienprogrammen von Städten, Vereinen und Bildungseinrichtungen vertreten: Sibylle Koch berichtet von jährlich 10 000 Besuchern, denen ein Programm geboten wird, das ohne die Unterstützung der mittlerweile 25 Tutoren jeden Alters nicht möglich wäre. "Neue Betreuer und Helfer aller Altersklassen ab 16 Jahren, die bereit sind, sich die Workshops anzueignen und den Museumsdienst zu übernehmen, sind jederzeit willkommen. Wer einmal vom Virus infiziert ist, geht nicht wieder so schnell", erläutert Koch.