Hund Balu noch nicht außer Gefahr

skk

Von skk

Do, 06. September 2018

Donaueschingen

Rattengift im Garten.

DONAUESCHINGEN (har). Für den elf Monate alten Labrador-Mischling Balu gibt es noch keine Entwarnung. Das sagte Polizeisprecher Dieter Popp. Der Hund hatte in einem Garten in Aufen einen Giftköder entdeckt, ihn für genießbar befunden und gefressen. Laut Polizei hatten Unbekannte zwischen Donnerstag und Samstagmorgen vergangener Woche Rattengiftköder in Aufen ausgelegt.

"Zum Glück stand sein Besitzer in Sichtweite und bemerkte das Geschehen sofort", beschreibt der Polizeisprecher des Polizeipräsidiums Tuttlingen rückblickend die Situation. Der Hund wurde daraufhin in die Tierklinik nach Freiburg gebracht. Dort wurde ihm der Magen ausgepumpt, so der Polizeisprecher. Seit Sonntag ist das Tier wieder zu Hause, es befinde sich allerdings in einem noch kritischen Zustand. "Man kann nur das Beste für Balu hoffen", meinte Popp.

Dass ein Hund Rattengift frisst, sei eher selten, erzählt die Tierärztin Kersten Roth von der Tierarztpraxis Roth in Pfohren. "Die Chance des Tieres zu überleben hängt von der Menge des gefressenen Giftes ab", so die Tierärztin. Sie empfiehlt allen Haustierbesitzern dringlichst, für den Hund schädliche Dinge außerhalb dessen Reichweite aufzubewahren. Blutiger Urin oder Wunden, deren Blutung nicht stoppt, seien konkrete Anzeichen für eine Vergiftung des Tieres, so Roth. In diesem Fall solle der Hund umgehend zum Tierarzt gebracht werden.

Die Polizei sucht zu den Vorgängen in Aufen unter Tel. 0771/837830 Hinweise aus der Bevölkerung.