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11. Mai 2015

Mobile Baar vergrößert Flotte

Zwei Elektroautos sollen Angebot vergrößern / Mit 1200 Nutzungen pro Jahr ist der Verein so erfolgreich wie nie.

  1. Edith Lienhard, Michael Blaurock, Kirstin Tschan und Gerhard Bronner (v.l.)vom Verein folgen den Erläuterungen zu Elektroautos. Rainer Bombardi Foto: Rainer Bombardi

DONAUESCHINGEN (rab). Einen Boom verzeichnet der Verein "Mobile Baar" der seinen Erfolg auf die Mund-zu-Mund Propaganda, das gestiegene Kosten- und Finanzbewusstsein und seine Präsenz im Internet und auf selbst gestalteten Flyern zurückführt. Die Verantwortlichen verzichten mehrheitlich auf Teilnahmen an Messen oder Märkten und investieren die dadurch eingesparten Kosten bevorzugt in den Unterhalt seiner Fahrzeugflotte.

In wenigen Wochen erweitern zwei Elektrokleinwagen den Fuhrpark des Carsharing-Vereins und erhöhen so die Ausleihmöglichkeiten um zwei Drittel. Flexibel, bedarfsgerecht und kundenfreundlich waren die erklärten Eigenschaften bei der Vereinsgründung vor zwei Jahrzehnten. Der Erfolg gibt dem Verein Recht. Zudem reduziert die Wahl von umweltfreundlichen Autos den Ausstoß an Kohlendioxid und schärft den bewussteren Umgang mit der Mobilität. So wenig Auto wie nötig, so viel per Fuß, Rad oder mit dem öffentlichen Nahverkehr wie möglich, lautet die Devise.

Die Entwicklung sei hervorragend: Die Nutzerzahlen steigen, freut sich Gerhard Bronner vom Vorstandsteam. Drei bis vier Nutzungen pro Tag und insgesamt 1200 Nutzungen pro Jahr entsprechen ungefähr einer Verdopplung der Ausleihen in wenigen Jahren.

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Das Angebot von my-e-car, dem gemeinsamen E-Car Sharing Projekt der Energiedienst Holding und der Stadtmobil Südbaden erweitert nun das Fahrzeugangebot des Vereins. Der Standort für die Elektroautos ist in der Prinz-Fritzi-Allee vorgesehen. Die Finanzierung der beiden Elektroautos bestreitet der Verein aus Eigenmitteln, die sich aus den Nutzergebühren und zum kleineren Teil aus den Beiträgen der 45 Mitglieder ergaben.

Michael Nowack, Vorstand der Stadtmobil Südbaden AG informierte über die Neuerungen und Entwicklungen des Car-Sharing, das sich auf Grund der Anschaffungs- und Unterhaltskosten eines Fahrzeuges immer stärker etabliert. Diese Entwicklung sei auch im ländlichen Raum festzustellen.

Vor zwei Jahrzehnten appellierten einige Idealisten um das heutige Vorstandsteam mit Gerhard Bronner, Edith Lienhard und Kirstin Tschan zum Einstieg in die nachhaltige und flexible Mobilität auf der Baar. Anfangs gehörte die Stadt Donaueschingen mit der Hälfte aller Buchungen zu den bedeutendsten Nutzern. Im Laufe der Jahre prägten vermehrt Privatkunden und Firmen den Anteil der Nutzungen. Die Stadt als Kunde zog sich immer mehr zurück.

Bislang stellt der Verein drei Carsharing-Modelle bereit, darunter zwei Kleinwägen und ein Familienvan. Mit der Umstellung des Zugangssystems auf Bordcomputer zur Registrierung der gefahrenen Kilometer pro Nutzung entfiel das Führen eines Fahrtenbuches, was die Zunahme an Nutzungen weiter erhöhte.

Autor: bz