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15. November 2017

Siedlerchor als Kulturträger

Die Sänger feiern ihren 60. Geburtstag / Zwei Gründungsmitglieder stehen auf der Bühne.

  1. Zum großen Finale des Jubiläumskonzerts des Siedlerchores gibt es einen stimmgewaltigen gemeinsamen Auftritt aller Chöre. Foto: Manfred Minzer

DONAUESCHINGEN (mi). Gleich vier Chöre umfasste die Schar der musikalischen Gratulanten beim gut besuchten Jubiläumskonzert des Siedlerchores. "60 Jahre und kein bisschen leise", umschrieb der Vorsitzende Hans Hauger seinen Siedlerchor, der vor nunmehr sechs Jahrzehnten mit damals zwölf Sängern zur Unterhaltung vereinlicher Veranstaltungen gegründet wurde.

Längst ist der Chor zu einem wichtigen Kulturträger der Stadt geworden, was Bürgermeister Bernhard Kaiser in seiner Laudatio gebührend zu würdigen wusste. Neben ihm sah man unter anderem auch Ex-OB Bernhard Everke, Ex-Landtagsabgeordneter Franz Schuhmacher und Ehrenbürger Hansjürgen Bühler unter den Gästen, die mit dem Besuch des Konzertes ihre Verbundenheit zum Siedlerchor unter Beweis stellten. Kaiser überbrachte denn auch die Glückwünsche der Stadt und erinnerte dabei an das Gründungsjahr 1957, in dem im Osten die Produktion des Trabi anlief, den es entgegen dem Siedlerchor längst nicht mehr gäbe.

Im Namen des Landesverbandes der Siedler überbrachte Ernst Granzow aus Geisingen dessen Glückwünsche, ehe der Siedlerchor zum gesanglichen Teil des Konzertabends überleitete. Musikalisch in Erinnerung an die Zeit der Chorgründung schwelgen durften die Zuhörer bei Schlagern der 1960er-Jahre. "Marina", "Heimweh" und "Marmor, Stein und Eisen bricht" waren nur einige der bejubelten und von Birgit Mundweiler temperamentvoll dirigierten und von Bernhard Blenkle und seiner Gattin am Klavier begleiteten Ohrwürmern.

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Ebenfalls tief in die Oldie-Kiste griff der MGV Sunthausen mit den Schlagern "Wo meine Sonne scheint", "Massachusetts" und "Ring of fire". Wo Schlager erklingen, darf auch Helene Fischer nicht fehlen, ihr Lied "Phänomen" leitete als Zugabe über zum Auftritt des MGV Blumberg, der musikalisch über sieben Brücken ging und die "Legende von Babylon" gesanglich wiedergab. In den Bann einer besonderen Stimme schlug Counter-Tenor Alexander Zucht die Zuhörer bei der Zugabe der Blumberg Sänger.

Bekannt für seine besondere Qualität überzeugte auch an diesem Abend der MGV Hausen vor Wald unter Dirigent Rudi Teichner. Einige Ausfälle hatte der MGV "Hochfirst" Neustadt zu verkraften. Diesem Umstand waren denn auch einige Programmänderungen geschuldet, was der hohen Qualität ihres Gesangs aber keinen Abbruch tat. Wie rüstig Gesang den Menschen hält, bewies der 82-jährige Hans-Peter Lais bei seinem Tenorsolo bei "Bolero der Herzen", mit dem er die Zuhörer begeisterte.

Dirigent Robert Mayr bat zur Überraschung der Gäste, aber augenscheinlich auch der Sänger, den Chor aus Hausen vor Wald noch einmal auf die Bühne, um gemeinsam jenes "Weit, weit weg" zu singen, das sich die Blumberger als Zugabe ausgedacht hatten und mit dem der MGV Hausen vor Wald zuvor schon begeistert hatte. Das Konzert endete mit dem gemeinsamen Auftritt aller Chöre. Mit Franz Siebold und Hans Harwath durften auch die letzten beiden noch lebenden Gründungsmitglieder dieses Sängerjubiläum mitfeiern.

Autor: skk