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16. Juli 2012

Dorffestler freuen sich über gute Tat

Zum Fassanstich des Kappeler Dorffestes kann ein Spendenscheck vom "Hock der guten Tat" an Birgitt Rest übergeben werden.

  1. Kinder vom Kindergarten Regenbogen unterhielten die Besucher beim Seniorennachmittag. Foto: Corina Lorber

  2. Emotionaler Höhepunkt: Die Scheckübergabe an Birgitt Rest. Foto: Corina Lorber

  3. Schlagsicher: Jochen Paleit Foto: corina lorber

KAPPEL-GRAFENHAUSEN. Das Kappler Dorffest war am Wochenende einmal mehr der stimmungsvolle Treffpunkt für viele Besucher aus der Region. War der Auftakt am Freitag in punkto Besucherzahl auch noch etwas verhalten – pünktlich zum Festauftakt begann es zu regnen –, so waren die Sitzplätze am Samstag so rar wie immer. Und die Regengüsse am Sonntag zum Frühschoppenkonzert hielten vom Festbesuch auch nicht ab.

Traditionell eröffnete der Bürgermeister am Freitagabend mit dem Fassanstich das Dorffest. Jochen Paleit hatte vor Vereinsvorständen und musikalisch begleitet von der Musikkapelle Kappel auch keine Mühe, den Zapfhahn zu setzen. Zahlreiche Ehrengäste waren zur Eröffnungszeremonie gekommen, darunter viele Bürgermeisterkollegen aus der Umgebung, Altbürgermeister Raimund Halter und Pfarrer Wolfgang Schmelz. Bürgermeister Jochen Paleit würdigte das aktive und lebendige Vereinsleben in der Gemeinde und bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement und ihren Einsatz über die Festtage.

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Dorffest, Gerd Kölble, war mit der Besucherzahl zum Auftakt trotz des Regens zufrieden, zeige dies doch die Verbundenheit mit den Vereinen. Die Organisation und Umsetzung des dreitägigen Festes sei von Jahr zu Jahr eine große Herausforderung für die Vereine. Aber auch eine notwendige, denn das Dorffest sei für die Vereine zugleich auch die größte Einnahmequelle im Jahr. Kölble: "Die Vereine sind auf die Einnahmen durch das Dorffest angewiesen, um die Vereinsarbeit zu finanzieren und fortzusetzen."

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Ein emotionaler Höhepunkt war zur Eröffnung die Übergabe eines Schecks aus dem Hock der guten Tat. Er ging an die Familie Rest aus Grafenhausen. Birgitt Rest leidet an einer unheilbaren Nervenkrankheit. Mit der Spende will die Familie einige technischen Verbesserungen im Umfeld der Kranken finanzieren, um ihr den Alltag etwas zu erleichtern. Gemeinsam mit Ehemann Rudi und den beiden Töchtern nahm Birgitt Rest selbst den Scheck entgegen. Nicht nur der Familie standen Tränen in den Augen, als Silvia Sahl vom Team des Hocks der guten Tat der 48-Jährigen den Schec in Höhe von 20 240 Euro überreichen durfte. Auch das Team, so Sahl, sei über die Höhe dieses Erlöses des letzten Hocks der guten Tat überrascht gewesen. Die Summe sei nur durch den Einsatz und die Spenden von sehr vielen Menschen möglich geworden. Sahl: "Das ist ein Zeichen von gelebter Gemeinschaft aus dem ganzen Dorf, die der Familie Rest ein bisschen Unterstützung geben wollte". Auch Bürgermeister Paleit, Schirmherr beim Hock der guten Tat, war von der Hilfe und der gezeigten Solidarität mit der Familie berührt.

Derweil füllten sich mehr und mehr Buden und Zelte. Auf der Festbühne unterhielt die Partyband "Querbeet" mit launiger Tanzmusik bis spät in den Freitagabend.

Am Samstag hatte der Wettergott ein Einsehen mit den Veranstaltern. Die Gemeinde hatte traditionell zum Seniorennachmittag auf dem Festplatz eingeladen und wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Jochen Paleit freute sich, dass so viele Senioren seiner Einladung auf den Festplatz gefolgt waren. Simone Schießle führte gekonnt durchs Programm, unterstützt von Lieselotte Salwetter, die mit ihren Mundartbeiträgen unterhielt. Auch von den Gästen gab es noch den ein oder anderen spontanen Vortrag. Günter Vogelmann begleitete den Nachmittag musikalisch und auch der Kindergarten Haus Regenbogen trug mit Liedern und Gedichten einen Teil zu einem gelungenen Nachmittag bei. Dank des schönen Wetters herrschte am Samstagabend richtig Hochbetrieb auf dem Festplatz. Die Band Moonsbears war mit angesagten Hits Garant für beste Feierlaune bis in die späte Nacht.

Trotz mehrfacher Regengüsse am Sonntag war das Frühschoppenkonzert mit den Altdorfer Stockmusikanten und anschließendem Mittagessen in den Festlauben gut besucht. Zum Festausklang am Abend spielte wieder die Band Moonbears zum Tanz auf.

Autor: Corina Lorber