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28. Juli 2012 19:38 Uhr

Erster Wettkampftag

Durchwachsener Start für deutsches Olympia-Aufgebot

Die deutschen Athleten erwischen in den ersten Wettkämpfen einen schlechten Start. Die Schwimmer gehen unter, Radprofi Andre Greipel unterliegt Alexandre Winokourow. Für das Finale qualifiziert hat sich jedoch der deutsche Ruder-Achter.

  1. Im Vorlauf ausgeschieden: Paul Biedermann. Foto: dapd

  2. Auch die Damen-Staffel um Britta Steffen qualifiziert sich nicht für das Finale der 4x100 Meter Freistil. Foto: dapd

  3. Chancenlos: Sprint-Ass Andre Greipel. Er gewinnt lediglich den Sprint des Hauptfeldes. Foto: AFP

  4. Für das Finale qualifiziert: Der deutsche Ruder-Achter. Foto: dpa

Die deutschen Athleten haben am Samstag einen holprigen Start in den ersten Wettkampftag der Olympischen Spiele erwischt. Vor allem die Schwimmer erlebten am Samstag eine herbe Enttäuschung im Aquatics Centre in London. Medaillen-Kandidat Paul Biedermann beendete den Vorlauf über 400 Meter Freistil als Zwölfter und verpasste damit den Einzug ins Halbfinale. "Ich wollte von vorne angehen, das hat auch gut geklappt. Ich konnte es aber hintendrauf nicht mehr halten", sagte der deutsche Vorzeigeschwimmer, der die ersten 100 m schneller als bei seinem Weltrekord 2009 in Rom angegangen war. Am Ende fehlte dem 25-Jährigen aber die Kraft für den Schlussspurt, der sonst immer seine Stärke war. "Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Jetzt muss ich mich eine Stunde sammeln. Am Sonntag geht es über 200 Meter Freistil weiter", sagte Biedermann: "Ich hoffe, dann läuft es besser."

Olympia-Aus im Vorlauf auch für Damen-Staffel

Auch für die 4x100 Meter Freistil-Staffel der Frauen reichte es nicht zur Qualifikation für die Runde der besten Acht. Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen kam mit Silke Lippok, Lisa Vitting und Daniela Schreiber nicht über den 9. Platz hinaus. "Schlechter kann es nicht werden", bilanzierte Steffen nach dem völlig verpatzten Auftakt, bei dem nicht ein deutscher Schwimmer die nächste Runde erreichte. Lutz Buschkow, Leistungssportdirektor beim Deutschen Schwimm-Verband (DSV), sprach von einem "rabenschwarzen Tag".

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Greipel chancenlos – Martin steigt vorzeitig aus

Topsprinter Andre Greipel blieb im Straßenrennen in London chancenlos. Als Erster überquerte der Kasache Alexander Winokurow, Olympiazweiter von Sydney 2000, die Ziellinie – vor Rigoberto Uran Uran aus Kolumbien und dem Norweger Alexander Kristoff - und sicherte sich damit die Goldmedaille. Zu einem Massensprint kam es nicht, weswegen auch der britische Favorit Mark Cavendish leer ausging. Sein Landsmann und Sieger der Tour de France 2012 Bradley Wiggins kam ebenfalls mit dem Hauptfeld ins Ziel.

André Greipel beendete das Rennen schließlich als bester Deutscher auf Platz 26. Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin stieg bereits nach 180 Kilometern aus. Der 27-Jährige beendete das Rennen vor dem letzten Anstieg auf den gefürchteten Box-Hill. Martin hatte sich vor knapp vier Wochen bei einem Sturz auf der ersten Etappe der Tour de France das Kahnbein an seiner linken Hand gebrochen. Mit Verdacht auf einen Bruch des Schlüsselbeins wurde der viermalige Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara ins Krankenhaus eingeliefert. Der Schweizer war 15 Kilometer vor dem Ziel in einer Kurve nach einem Fahrfehler gestürzt und hatte sich an der rechten Schulter verletzt.

Die deutschen Reiter legten ebenfalls einen schwachen Start in die Sommerspiele hin. Der deutsche Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen erreichte in der Dressur mit Pferd Barny nur 58,5 Punkte und verfehlte damit eine Spitzenplatzierung. Da in der Mannschaftswertung der Vielseitigkeitsreiter nur die drei Besten gewertet werden, wahren die deutschen Reiter trotzdem ihre Medaillenchance.

Deutschland-Achter auf Siegkurs?

Seiner Favoritenrolle gerecht wurde dagegen bereits in der Qualifikation der Deutschland-Achter. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes verwies die Top-Teams aus Großbritannien, der Niederlande und Kanada auf die Plätze. Für die seit 1446 Tagen auf der 2000-m-Strecke ungeschlagene Crew um Schlagmann Kristof Wilke war es der 35. Erfolg in Serie. Der Deutschland-Achter will im Endlauf am Mittwoch das erste olympische Gold für ein deutsches Großboot seit 24 Jahren holen.

Unterdessen kam es zu einem ersten Dopingfall bei den Olympischen Spielen. Der albanische Gewichtheber Hysen Pulaku war bereits am vergangenen Montag positiv auf das anabole Steroid Stanozolol getestet worden, wie das Internationale Olympische Komitee am Samstag mitteilte. Der 19-Jährige wurde mit sofortiger Wirkung von den Spielen ausgeschlossen.

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Autor: sid


4 Kommentare

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Joachim Pape

Registriert seit: 04.12.2009

Kommentare: 638

28. Juli 2012 - 20:55 Uhr

Eigentlich doch schon traditionell, dass die ersten Tage bei Olympia in die Hose gehen. Woher holen nur die Verantwortlichen des deutschen Sports und die lieben Medien den Mut, mit solchem derartigen Vorschuss Sportler zu belasten!
Die heutigen sportlichen Ergebnisse sind nicht minimal, sondern erheblich am prognostizierten Ziel vorbei gegangen!

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3969

29. Juli 2012 - 00:57 Uhr

So eine miese und beschämende Darbietung der Deutschen Schwimmathleten, und das, obwohl sie sicherlich alle NICHT beschnitten worden sind in ihrer Kindheit. Die haben bestimmt unsere Nationalhynme im Vorfeld nicht gesungen. Jögi Löw als Bademeister muss daher sofort zurücktreten.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1706

29. Juli 2012 - 16:22 Uhr

Ja!
Keul, Klümper, Schmid, Heinrich: Übernehmen Sie!

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1075

29. Juli 2012 - 20:45 Uhr

SONDERMELDUNG: GOLD FÜR DEUTSCHLAND !

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