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13. Januar 2010

Auf der Suche nach Lecks und Löchern

Ebringen investiert in Kanalsystem / Wasserpreise bleiben stabil

  1. Ebringen wird seine Kanäle überprüfen lassen. Foto: BZ-Archiv

EBRINGEN (sf). Die Bewohner Ebringens bezahlen auch im laufenden Jahr 1,60 Euro je Kubikmeter Trinkwasser und 1,40 Euro je Kubikmeter für die Entsorgung ihres Abwassers. Die Gebühren bleiben damit gegenüber 2009 unverändert.

2010 wird wiederum viel Geld für die Unterhaltung der Infrastrukturanlagen aufgewandt wird. Bei der Wasserversorgung folgt die Gemeinde einer Prioritätenliste, die sie fachlich begleitet von der Badenova erstellt hat. Danach wird in diesem Jahr die Fassung der Rossbrunnenquelle am Schönberg saniert, 10 000 Euro sind dafür eingeplant. Weitere 32 000 Euro sollen für die Unterhaltung des Wasserleitungsnetzes ausgegeben werden. Bis 2013 will die Kommune ebenso die Behälter "Leinele", "Schönberg" und "Stellebuck" wiederum auf den neuesten Stand der Technik bringen. Insgesamt seien Ausgaben von rund 180 000 Euro in diesem Zeitraum anvisiert. "Wenn wir jedes Jahr etwas erledigen, können wir den Wasserpreis konstant halten – vorausgesetzt es passiert nichts Unvorhergesehenes", so Bürgermeister Rainer Mosbach.

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Was die Abwasserentsorgung angeht, will die Gemeinde 40 000 Euro für die Unterhaltung der Kanäle einsetzen. Unterstützt vom Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht ist die Gemeinde bestrebt, den relativ großen Anteil von Fremdwasser in ihren Kanälen zu mindern. Der Fremdwasseranteil ergibt sich aus der Differenz zwischen der Trinkwassermenge, die die Bewohner einer Kommune beziehen und der Abwassermenge, die das Gebiet der Gemeinde verlässt. Das kann Regenwasser sein, das durch Schachtdeckel einfließt, oder Grundwasser, das durch Lecks einströmt.

Ebringen leitet besonders viel Fremdwasser in die Kläranlage des Zweckverbandes in Forchheim – aufgrund seiner topographischen Lage am Westhang des Schönbergs. In regenreichen Zeiten durchströmen große Mengen Sickerwasser den durchlässigen Untergrund aus Kalkstein, was den Druck auf die Kanäle erhöht. Bislang haben Messungen am Verteiler Schallstadt einen jährlichen Abfluss aus Ebringen von über 200 000 Kubikmeter Abwasser ergeben. Dabei beziehen die Einwohner nur 120 000 Kubikmeter Trinkwasser im Jahr. 28 Prozent der Abwassermenge entfällt auf Ebringen, 18 Prozent auf Pfaffenweiler und 54 Prozent auf Schallstadt. Entsprechend dieser Abwassermengen stellt der Zweckverband seinen Mitgliedern Umlagen für die Finanzierung und Unterhaltung der Kanal- und Klärsysteme in Rechnung. 2010 werden das im Falle Ebringens knapp 104 000 Euro sein.

Im Jahr 2007 hat die Kommune bereits ihre Hauptleitungen mit speziellen Kameras untersuchen und dann auch reparieren lassen. "Die bisher entdeckten Leckstellen erklären den hohen Fremdwasseranteil nicht. Auch können wir der Lage nicht alles zurechnen. Wir werden die Hauseigentümer auffordern, ihre Anschlüsse zu überprüfen", sagte Mosbach.

Autor: sf