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09. Februar 2010

"Dienst von Menschen an Menschen"

Die Sozialstation Mittlerer Breisgau weiht ihre neuen Räume in der ehemaligen Volksbank in Kirchhofen ein

  1. Pfarrer Herbert Malzacher (rechts) und Herbert Feiler, der Vorstand des Trägervereins, bei der Einweihungsfeier der Sozialstation Mittlerer Breisgau in ihren neuen Räumen in der Raiffeisenstraße in Ehrenkirchen. Foto: Faller

EHRENKIRCHEN. Zwar arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstation Mittlerer Breisgau bereits seit November in den neuen Räumen in Ehrenkirchen, seit dem Wochenende tun sie das allerdings mit dem Segen Gottes. Den sprach Pfarrer Herbert Malzacher in einer Feierstunde. Vorstandsmitglieder des Trägervereins, fast alle Bürgermeister aus dem Gebiet rund um Batzenberg und Schönberg und natürlich die Mitarbeiter der Sozialstation waren zu der Feier mit Lesung, Liedern, Gebeten und schöner Klarinettenmusik gekommen.

"Die Sozialstation ist Ausdruck der Menschenfreundlichkeit Gottes, die konkret wird im Dienst von Menschen an Menschen. Es ist wichtig, dass wir uns das immer wieder bewusst machen", sagte Pfarrer Herbert Malzacher in seiner Ansprache. Auch dankte er den Trägern der Einrichtung. Das sind die 15 katholischen Pfarrgemeinden im Gebiet Hexental/Batzenberg, sowie über Kooperationsverträge beteiligte evangelischen Kirchengemeinden und Kommunen. Sie alle helfen mit, die Kosten der Sozialstation zu tragen, die nicht von den Erstattungen der Kranken- und Pflegeversicherungen ausgeglichen werden.

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Die 1977 gegründete Einrichtung war bis Oktober in Bollschweil in einem Gebäude der katholischen Pfarrgemeinde St. Hilarius angesiedelt und unterhielt von 2004 an in Schallstadt eine Niederlassung. Sie musste umziehen, weil die Gemeinde Bollscheil und die Kirchengemeinde den benachbarten Kindergarten zu einer Ganztageseinrichtung mit Kleinkindbetreuung umbauen wollten (die BZ berichtete). Ehrenkirchen war von Anfang an im Blick der Träger, zunächst waren Räume im Rathaus in der Jengerstraße im Gespräch, später das Verwaltungsgebäude des Ehrenstetter Zweigbetriebs des Weinkellers Ehrenkirchen. Letztlich war es Ehrenkirchens Hauptamtsleiter Jürgen Bleile, der auf die leer stehenden früheren Geschäftsräume der Volksbank Breisgau-Süd in der Raiffeisenstraße im Ortsteil Kirchhofen aufmerksam machte.

Der Standort erwies sich als ideal, wie Herbert Feiler, Vorstand des Sozialstation in seiner Ansprache zum Ausdruck brachte: umgeben von zahlreichen Parkplätzen und Einzelhandelsgeschäften, zentral gelegen hinsichtlich des Einzugsgebietes der Sozialstation und groß genug, die Schallstadter Niederlassung aufzunehmen. Tatsächlich können sich Geschäftsführer Norbert Mechsner und Pflegedienstleiterin Ulrike Meister mit ihren rund 40 Kolleginnen und Kollegen nun in sechs Räumen im früheren Schalterraum im Erdgeschoss und einer einstigen Wohnung im Obergeschoss bewegen. Ihnen steht eine Nutzfläche von etwa 200 Quadratmeter zur Verfügung.

Ebenfalls nach Ehrenkirchen umgezogen ist die Beratungsstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen. 20 000 Euro und viel Eigenarbeit hat die Sozialstation für die Renovierung aufgewandt. Ehrenkirchens Bürgermeister Thomas Breig zeigte sich stolz und froh über die Standortwahl. "Als eine Säule des sozialen Netzes ist die Sozialstation eine sehr wichtige Einrichtung. Sie bereichert unsere Gemeinde", sagte er. Am 21. März wird sich die Sozialstation Mittlerer Breisgau bei einem Tag der Offenen Tür im Rahmen der Ehrenkirchener Woche vorstellen.

Kontakt: Sozialstation Mittlerer Breisgau, Raiffeisenstraße 1 in 79238 Ehrenkirchen, Tel. 07633/9533-0, Beratungsstelle für Menschen, Tel. 07633/9533-20.

Autor: Silvia Faller