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03. Februar 2012

Ebringen noch nicht an der Datenautobahn

Breitbandversorgung ist nach heutigen Maßstäben unzureichend.

  1. Ebringen wartet auf eine bessere Breitbandversorgung. Foto: dpa

EBRINGEN (sf). Alles andere als schnell wird schnelles DSL nach Ebringen kommen. Das war die Antwort von Bürgermeister Rainer Mosbach auf die Frage eines Bürgers in der Fragestunde des Gemeinderats am Montag.

Mosbach ist sich im Klaren darüber, dass die Breitbandversorgung in Ebringen nach heutigen Maßstäben unzureichend ist. Denn die Nutzer können Daten nur mit einer Geschwindigkeit von 2000 bis 3000 Kilobit in der Sekunde herunterladen. Zwar ist damit der allgemeine E-Mail-Verkehr ohne Weiteres möglich und kommen kleinformatige Fotos in akzeptabler Geschwindigkeit in den Postfächern der Nutzer an. Es entsteht aber ein Datenstau, wenn mehrere Nutzer in einem Haushalt gleichzeitig auf das Internet zugreifen wollen. Abgesehen davon sind heute viele Internetinhalte auf schnelle Breitbandanschlüsse ausgelegt, etwa indem Videosequenzen eingespielt werden.

In Ebringen fehlen sogenannte DSLAM-Stationen (DSLAM ist die Abkürzung für Digital Subscriber Line Access Multiplexer) als Verbindungsstellen zwischen den Kupferkabeln, die aus den Häusern kommen, und einem Glasfaserkabel, das große Datenmengen rasch weiterleiten kann. Und natürlich fehlt es auch an solchen Kabeln. Die derzeitige Übertragungsgeschwindigkeit von 2000 bis 3000 Kilobit in der Sekunde sei jedoch zu hoch, als dass die Gemeinde einen Zuschuss vom Land beantragen könne, informierte der Bürgermeister. Er vermied jedoch jede Äußerung, die Gemeinde würde eigenständig Geld in die Hand nehmen, um diesen Bereich der Infrastruktur zu verbessern und wies darauf hin, dass Gewerbetreibende selbst mit Telekommunikationsunternehmen verhandeln müssten, um Kapazitäten nutzen zu können, die für ihre Bedürfnisse ausreichen.

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Autor: sf