Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
13. Dezember 2011
Gebäck und Puppenkleider
Zum 20. Mal gab es in Ebringen den Weihnachtsmarkt / 2000 Euro Spende an das Kinderhospiz.
EBRINGEN. In Ebringen präsentieren sich die bunten Verkaufsstände des Weihnachtsmarktes vor der prachtvollen Kulisse des Schlosses, am Sonntag zum 20. Mal. Genau genommen zum 19. Mal.
Zum 20. Mal hatte der Ebringer MalteserHilfsdienst den Markt organisiert, doch im Vorjahr musste auf den Platz vor der Schönberghalle ausgewichen werden, weil die Bauarbeiten am Schlosshof beendet waren, der Platz aber wegen der Regenfälle nicht befahrbar war. In diesem Jahr also kehrte der Weihnachtsmarkt auf den Schlosshof zurück – und das bei sonnigem Wetter. Besonders freute sich Bernhard Goldschmidt, Vorsitzender des örtlichen Malteser-Hilfsdienstes. Denn wenn viele Besucher kommen und die Anbieter gute Geschäfte machen, wird auch das Spendensäckel recht schwer, das er der Freiburger Malteser-Geschäftsstelle für das neue Kinderhospiz überreichen kann. Diese Einrichtung war selbst auf dem Markt präsent. Daniela Schweitzer und Ruth Hilverling informierten über das Hospiz, das ehrenamtlich engagierte Menschen zu Familien vermittelt, die ein sterbenskrankes Kind haben. Geld braucht der Malteser-Hilfsdienst für die Qualifizierung und Supervision der Sterbebegleiterinnen und -begleiter.Werbung
Die Spende ergibt sich aus freiwilligen Gaben der Anbieter anstelle einer Standgebühr. Gut 2000 Euro sind am Sonntag zusammengekommen. Seit 1992 haben die Ebringer Malteser so 50 000 Euro gesammelt, ungebrochen dazu beigetragen haben die Familie Ovallo aus Gundelfingen mit dem Angebot von Handgestricktem aus Peru, Klara Ruh mit dem Verkauf von Honig und Schnäpsen, der genossenschaftliche Winzerhof und Wolfgang Rees mit dem Verkauf von Weihnachtsbäumen. Zwölf Jahre lang haben die Malteser den Erlös einem Kinderheim in dem rumänischen Dorf Ogna Sugatag zukommen lassen. Daraus ergab sich die Förderung eines Hilfsprojekts für Straßenkinder in Bukarest, das sich heute selbst finanzieren kann. Im Vorjahr ging die Spende an das Pflegeheim des Arbeitersamariterbundes in Schallstadt und nun an das Kinderhospiz des Malteser-Hilfsdienstes.
Und dabei versammelt der Ebringer Weihnachtsmarkt nicht nur örtliche Vereine, Institutionen und Geschäftsleute, sondern auch Hobbykünstler und -handwerker aus dem ganzen Breisgau. Es gibt Glühwein vom Ebringer Sommerberg, alkoholfreien Kinderpunsch oder Gebäck nach original böhmischen Rezepten. "Rumhalbmöndchen" oder "Nusswürfel" heißen die Schleckereien aus der Backstube von Susanne Vésely, die aus dem Sudetenland stammt. Fündig wurde auch, wer noch Geschenke brauchte. Liköre, Edelbrände und Wein gab’s am Stand der zwei Jahre alten Neugründung Wein- und Obstmanufaktur Frauenhoffer, eben solches bei Familie Linsenmeier, raffiniert gestaltete Floristik von Irene Däschle aus dem Nachbarort St. Georgen, selbst kreierte Kindermode aus dem Atelier der Bollschweiler Schneiderin Susanne Koch, ebenfalls selbst genähte Puppenkleider aus der Nähstube Anneliese Krugielkas aus March-Neuershausen und liebevoll gestaltete Krippen aus der Werkstatt Karl Josef Blums aus Waldkirch.
Autor: Silvia Faller
