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12. Februar 2010
Größter Posten ist der Schlosshof
Rat Ebringen beschließt einstimmig den Haushalt für 2010.
EBRINGEN. Einstimmig beschloss der Ebringer Rat den Haushaltsplan 2010. Danach wird die Kommune Gesamtausgaben und –einnahmen von rund 5,11 Millionen Euro abwickeln, wobei 4,59 Millionen Euro auf die Geschäfte der Verwaltung und 521 000 Euro auf den Vermögenshaushalt entfallen. Das bedeutendste Einzelvorhaben ist die Umgestaltung des Schlosshofes, hierfür sind 220 000 Euro eingestellt, hinzu kommen Zuschüsse aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum.
Das Projekt war in der Sitzung nicht mehr in Frage gestellt; im Vorfeld hatten die Gemeinderäte der Bürger für Ebringen und Eveline Jenne von der Frauenliste es kritisch betrachtet wegen der sinkenden Einnahmen infolge der Wirtschaftskrise. Ralf Schmitt enthielt sich kommentarlos der Stimme, Hildegund Schröder stimmte zu, wünschte aber eine strikte Kostenkontrolle und Eveline Jenne forderte, dass die Verwaltung in der zweiten Jahreshälfte die Entwicklung des Haushalts vorlegen solle. "Damit wir, bevor wir die Aufträge erteilen, sicher sind, dass wir uns das Vorhaben wirklich leisten können".Werbung
Als zunehmend wichtigen Ausgabenposten im Verwaltungshaushalt stellte Bürgermeister Mosbach die Beteiligung der Kommune an den Betriebskosten des katholischen Kindergartens Don Bosco heraus. An die 350 000 Euro sind dafür veranschlagt (2009: 270 000 Euro). Insbesondere Betreuung der unter Dreijährigen hat den Anstieg verursacht. Mosbach stellte in Aussicht, dass die Gemeinde bald noch mehr Geld für die Kinderbetreuung ausgeben müsse, dann, wenn der Bedarf einer Ganztagesbetreuung im Kinder- und im Grundschulalter zunehme. Noch entspreche das bestehende Angebot dem Interesse der Ebringer Familien. Bis zum Jahr 2013, sagte er, finden alle Kinder zwischen drei und sechs Jahren in Ebringen Platz im Kindergarten, ebenso die Hälfte aller Kinder zwischen einem und drei Jahren. "Die Betreuung von Kindern unter einem Jahr wird noch nicht nachgefragt", sagte er. Stark gebraucht würde hingegen die verlässliche Vormittagsbetreuung rund um die Unterrichtszeiten an der Grundschule
Autor: Silvia Faller
