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01. März 2010
Räte ärgern sich über Bauherren
Diskussion über Firmenanbau.
EBRINGEN (sf). Zwei Bauanträge sorgten in der Gemeinderatssitzung für lebhafte Diskussionen. Zum einen ging es um den Antrag des Schmierstoffhandels Willi Schüler, einen Wintergarten an der Südseite des Verwaltungsgebäudes in der Alemannenstraße zu bauen, zum andern um ein Einfamilienhaus im Geltungsbereich des Bebauungsplans "Innenentwicklung Dammenweg/Schönbergstraße".
Der Anbau solle den Mitarbeitern der Willi Schüler e.K. als Aufenthaltsraum dienen. Unklar war den Räten allerdings, ob ein seit einigen Jahren bestehender Wintergarten erweitert oder mit diesem Antrag erst baurechtlich legitimiert werden solle. Klaus Ruh (FDP), Hans-Peter Beck (Bürgerliste) und Gerd Schüler (CDU) meinten, dass der Anbau von der Straße nicht einsehbar sei und weil nach ihrem Kenntnisstand schon vorhanden, ohne weiteres genehmigt werden könnte. " Der Anbau ist bisher niemandem aufgestoßen. Warum sollten wir jetzt die Muskeln spielen lassen", sagte Klaus Ruh, worauf Ralf Schmitt (Bürger für Ebringen) entgegnete: "Es kann doch nicht sein, dass jemand vollendete Tatsachen schafft, im Nachhinein eine Genehmigung einholt und wir das einfach durchwinken." Marie-Luise Klees-Wambach (Bürgerliste) ärgerte sich über die Praxis des Antragstellers, den Gemeinderat erneut mit Befreiungswünschen zu beschäftigen. Im vergangenen Jahr war erst das Betriebsgebäude auf der Basis einer anfangs umstrittenen und dann mehrfach veränderten Planung erweitert worden.
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"Wir haben in den Wintergarten jüngst eine Heizung eingebaut, um ihn ganzjährig als Aufenthaltsraum nutzen zu können. Dadurch erst wurde der Anbau genehmigungspflichtig", erklärte Willi Schüler auf BZ-Anfrage.
Zu beraten hatte der Gemeinderat auch über den ersten Bauantrag im Geltungsbereich des Bebauungsplans "Innenentwicklung Dammenweg-Schönbergstraße". Unmittelbar am Dammenweg soll ein Einfamilienhaus entstehen auf einem Baufenster, dass einem Doppelhaus Platz bietet. Gemeinderat Bernhard Goldschmidt (Bürgerliste) gefiel das Pultdach nicht und Alfred Braun (Bürger für Ebringen) beurteilte das Haus mit einer Firsthöhe von über zwölf Metern vom Dammenweg her als zu massiv. "Der Bauherr lässt einen relativ breiten Streifen von neun Metern vom Dammenweg her unbebaut, was positiv zu beurteilen ist", meinte dagegen Gerd Schüler (CDU). Ralf Schmitt merkte positiv an, dass der Antragsteller tatsächlich die Ziele der Gemeinde realisiere, wonach eine massive dichte Bebauung auf diesem Gelände vermieden werden solle.
Autor: sf
