Viel Lob für Angebot und Team

Nikola Vogt

Von Nikola Vogt

Do, 02. August 2018

Ebringen

Ebringer Rat wird informiert über Betreuung der Grundschüler in Kernzeit und am Nachmittag.

EBRINGEN. In der jüngsten Ebringer Ratssitzung konnte das Gremium drei Gäste begrüßen. Katharina Terhoeven und Ute Kohrs von der Kernzeitbetreuung an der Schönbergschule sowie Robert Klebes, Fachdienstleiter der Schulkindbetreuung für den Caritasverband Breisgau-Hochschwarzwald, waren zu Besuch. Sie berichteten über die Kernzeit- und flexible Nachmittagsbetreuung an der Grundschule. Träger dieses Angebots ist seit dem Schuljahr 2016/2017 die Gemeinde Ebringen, wobei die Caritas die Personalbearbeitung vornimmt.

Zuvor erfolgte die Betreuung über den Verein zur Förderung der Kernzeitbetreuung an der Ebringer Grundschule. Dieser hatte sich 1999 gegründet und die Betreuung mit zehn Kindern begonnen, wie Katharina Terhoeven berichtete. Heute seien acht Betreuerinnen im Einsatz. 53 von insgesamt 70 Schülern besuchten die Kernzeitbetreuung, "Tendenz steigend", sagte Terhoeven. Für das neue Schuljahr seien 57 Kinder angemeldet. 31 von ihnen würden auch in der Schule zu Mittag essen. Das Essen werde kalt von einem Caterer angeliefert und vor Ort erwärmt. Essenszeit sei von 13.30 bis 14 Uhr. Bis 15 Uhr erfolge dann die Hausaufgabenbetreuung. Terhoeven erklärte, dass gerade auch die kleinen Schulanfänger intensiv von den Betreuerinnen eingeführt und begleitet würden. Über das Schuljahr hinweg organisierten sie zudem verschiedene Projekte und Veranstaltungen.

Kernzeitbetreuung fängt Unterrichtsausfälle auf

Gemeinderätin Marie-Luise Klees-Wambach (Bürgerliste) sagte, die Kernzeitbetreuung spiele "eine ganz wichtige Rolle". Eltern kleiner Kinder seien sehr dankbar für dieses Angebot. Dem schloss sich Eveline Jenne (Frauenliste) an. Geboten werde viel mehr als bloß Betreuung. "Sie sind alle Quereinsteiger, die sich toll eingearbeitet haben. Wir haben keine Ganztagsschule und deswegen ist die Kerni eine gute Stütze", lobte Jenne.

Auch Robert Klebes vom Caritasverband zeigte sich erfreut. Die Betreuerinnen gingen auf jedes Kind ein und machten sinnvolle Angebote. "Bisher habe ich noch keine einzige negative Rückmeldung bekommen", sagte er. Klebes hatte auch ein paar Zahlen im Gepäck. Die Kostenkalkulation für die Kernzeitbetreuung für das Schuljahr 2018/2019 liege bei knapp 85 000 Euro. Abzüglich Zuschüssen müsse die Gemeinde davon noch knapp 58 000 Euro aufbringen. Davon abziehen müsse man die Elternbeiträge. Hauptamtsleiter Daniel Moll berichtete, dass die Gebühren nach und nach so angepasst würden, dass die Gemeinde "mehr oder weniger auf null kommt".

Robert Klebes berichtete auch, dass die Kernzeitbetreuer Unterrichtsausfall auffangen würden. Im Zeitraum zwischen den Sommerferien 2017 und den Pfingstferien 2018 seien dies 70 Stunden gewesen, was Kosten von gut 1800 Euro entspreche. Abschließend merkte Klebes an, dass man überlegen müsse, was man künftig tun werde, wenn der Betreuungsbedarf weiter wachse.