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12. Dezember 2011
Wasserhochbehälter "Leinele" soll saniert werden
Gemeinderat Ebringen billigt eine Investition von rund 270 000 Euro / Trinkwasser soll künftig mit UV-Licht entkeimt werden.
EBRINGEN (sf). Die Gemeinde Ebringen wird kräftig in die Wasserversorgung investieren. In den nächsten beiden Jahren will sie den Wasserhochbehälter "Leinele" grundlegend sanieren und dafür 141 000 Euro ausgeben. Damit folgen Bürgermeister Rainer Mosbach und der Gemeinderat einem langfristigen Sanierungsplan für die zentrale Wasserversorgung. Auch wird die Gemeinde künftig das Trinkwasser mit UV-Licht entkeimen, was die bisherige Chlorierung ersetzt. Die Bürger für Ebringen hatten das im Mai beantragt. In der jüngsten Ratssitzung gab es breite Zustimmung.
Für diese Anlage wird die Verwaltung Ausgaben von rund 130 000 Euro in die Finanzplanung für die Jahre 2013 und 2014 aufnehmen. Die Umstellung auf die UV-Desinfektion wird den Bezugspreis für das Frischwasser jedoch voraussichtlich um 16 Cent auf 1,66 Euro je Kubikmeter steigen lassen. Gemeinderäte aller Gruppen und Parteien äußerten sich, Grundtenor ihrer Beiträge war: Lieber etwas mehr für das Wasser bezahlen und dafür gehört es bald der Vergangenheit an, dass das Wasser nach dem Desinfektionsmittel riecht. Die Chlorierung ist ein zugelassenes Verfahren, um Trinkwasser keimfrei zu machen, es gilt jedoch als überholt. Nach Informationen von Bürgermeister Rainer Mosbach würde im Gebiet Breisgau-Süd nur noch die Gemeinde Ebringen das Trinkwasser chloren.
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Die Entkeimung umzustellen war schon mehrfach im Gespräch, wurde aber stets verworfen, weil die antibakterielle Wirkung des Chlors im Wasser auf dem gesamten Weg durch das gesamte Rohrleitungsnetz bestehen bleibt. "Die Erfahrungen anderer Versorger zeigen, dass das UV-Verfahren ausgereift ist und keine Probleme auftreten", erklärte Mosbach. Abgesehen davon ist die Nutzung von UV-Licht zur Entkeimung bei Quellwasser nicht so einfach möglich, weil dieses Wasser nach einem Unwetter mit starkem Regen trüb ist. Anfallen würde deshalb der Einbau einer Ultrafiltrationsanlage.
Trinkwasser fördert die Gemeinde Ebringen aus einem Tiefbrunnen im Mooswald auf Wolfenweiler Gemarkung. Die Leitung von dort verläuft direkt zum Hochbehälter "Leinele", wobei unterwegs Hausanschlüsse von ihr abzweigen. Dieser Behälter mit einem Fassungsvermögen von 220 Kubikmeter in zwei Kammern ist mit einem zweiten Behälter im Gewann "Stellebuck" am Waldrand oberhalb des Dorfgebiets verbunden. Dorthinein fließt aber vor allem Wasser aus zwei Quellgebieten am Schönberg, womit die Wohngebiete Tirol, Birkental und Rebstall versorgt werden. Die Fassung der Rossbrunnenquelle wurde erst vor einem Jahr saniert. Die beiden Behälter wurden vor einigen Jahren miteinander verbunden, um die Versorgung dieser hoch gelegenen Gebiete abzusichern, vor allem in Trockenphasen wie zurzeit, wenn die Quellschüttung gering ist.
Zur Debatte stand, die vorhandene Filteranlage zu belassen und durch eine Ultrafiltrationsanlage zu ersetzen, was zusammen mit der UV-Anlage 110000 Euro kosten würde oder sie zu demontieren und einen groß dimensionierten Ultrafilter einzubauen, wofür Ausgaben von 128 000 Euro anfallen würden. Die Ratsmehrheit folgte der Einschätzung Bernhard Goldschmidts (Bürgerliste), die große Anlage zu wählen.
Beginn der Sanierung des Behälters "Leinele" ist schon im nächsten Jahr. Dabei sollen die Außenmauern isoliert werden, dass im Inneren kein Wasser mehr kondensiert. Auch wird das umliegende Gelände eingezäunt, um Beschädigungen und Verunreinigungen zu verhindern. Im Jahr 2013 folgt die eigentliche Sanierung der beiden Wasserkammern. Diese Ausgaben sind schon in die Kalkulation für den Wasserpreis enthalten, weshalb sie sich anders als die Investition in die UV-Entkeimungsanlage nicht unmittelbar in einer Erhöhung auswirken.
Autor: sf
