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09. März 2010

Weihnachtsmarkt auf neuem Platz

Planerin stellt Rat Ebringen Ideen für Schlossplatzgestaltung vor.

EBRINGEN. Offen zeigte Bathseba Gutmann ihre Begeisterung. "Ich freue mich sehr auf unsere Zusammenarbeit und Ihre Vorschläge und hoffe, dass meine Ideen Ebringen bereichern", sagte die Staufener Landschaftsarchitektin in der jüngsten Sitzung des Ebringer Gemeinderats. Gutmann war gekommen, um ihren Entwurf für die Umgestaltung des Schlossplatzes zu erläutern.

Von Gutmanns Vorstellungen, wie der Platz in Zukunft besser als bisher als Parkfläche, Festplatz, aber auch als Ruhezone im alltäglichen Dorfgeschehen sowie als Aushängeschild der Gemeinde vor historischer Kulisse und als zentrale Anlauf- und Informationsstelle für Feriengäste genutzt werden könne, sah sich das Gremium schon im November überzeugt. Einstimmig hatten die Gemeinderäte und Bürgermeister Rainer Mosbach Bathseba Gutmanns Entwurf als den besten unter insgesamt vier Vorschlägen auserkoren, die sie bei einer Mehrfachbeauftragung eingeholt hatten (die BZ berichtete).

Diese positive Beurteilung wiederholten Vertreter aller Gruppen auch in der jüngsten Sitzung angesichts einer schon etwas weiter ausgearbeiteten Planung, auf deren Basis die Landschaftsarchitektin eine Kostenkalkulation erstellen, eine Ausschreibung vorbereiten und letztlich eine Werk- und eine Ausführungsplanung entwickeln wird. Das Ziel ist, den Weihnachtsmarkt 2010 auf dem neu gestalteten Platz auszurichten, wobei die Bauarbeiten frühestens nach dem Wein- und Sektfestival der Winzergenossenschaft beginnen werden.

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Und so soll der Schlossplatz aussehen: Vom Einfahrtstor führt eine Pflasterung zum Schlossgebäude, umläuft es rundherum und bildet eine mittels Stufen abgegrenzte etwas erhöhte Fläche an der Nordseite des Schlosshofes, die bei Veranstaltungen als Bühne dienen kann. Auf diese Weise wird das Schloss wie auf einem Tablett serviert. Parallel zur Fassade sollen Treppenstufen verlaufen, was verhindert, dass Autofahrer in diesem Bereich parken. Abgesehen davon entsteht dadurch eine durchgängig gepflasterte und deshalb leicht begehbare Umgrenzungsfläche. Weiterhin schlägt die Planerin vor, die Linde beim Durchgang zur Schlossscheune und den Walnussbaum zu entfernen und zwei neue Bäume gleicher Art an der Nordseite des Hofes zu pflanzen, die Buchsbaumkugeln an der Treppe ebenfalls zu entfernen, bei der Einfahrt eine Aussichtsplattform nach Süden anzulegen, im hinteren Hof bei der Rampe einen Stellplatz für Behinderte auszuschildern, im vorderen Bereich zwar Parken zu ermöglichen, links neben der Eingangstreppe Informationstafeln für Touristen und Ausflügler anzubringen und die Treppe an der Ostseite des Hofes zum Schlossweg hin zu erhalten.

Einbezogen ist auch ein Lichtkonzept, wobei Bathseba Gutmann dahingehend mit der Münstertäler Firma Hatec zusammenarbeitet. Danach soll die Fassade von unten angestrahlt werden. Lichtmarkierungen sollen auch die Säulen des Torbogens die Bäume und die Stufen erhalten.

Bürgerversammlung am 24. März

Die Gemeinderäte signalisierten nach wie vor Zustimmung, hatten aber auch noch Gesprächsbedarf hinsichtlich der Stufen entlang der Schlossfassade. Hildegund Schröder (Bürger für Ebringen) sowie Irene Gaa und Eveline Jenne (beide Frauenliste) befürchten, es könnte sich eine Stolperfalle ergeben, wobei Gaa vorschlug, die Stufen bereits auf Höhe der Treppe zum Rathauseingang auslaufen zu lassen. Hans-Peter Beck (Bürgerliste) regte eine Rampe zum Schlossweg an, um den Hof für Behinderte leichter erreichbar zu machen, worauf Gerd Schüler (CDU) und auch die Planerin zu Bedenken gaben, dass diese Rampe aufgrund des großen Höhenunterschieds sehr lang ausfallen würde.

Alfred Braun (Bürger für Ebringen) schlug vor, das Wasser vom Brunnen in einer offenen Rinne abzuleiten, womit auch das Element Wasser in die Platzgestaltung einbezogen wäre. All diese Anregungen wird Bathseba Gutmann prüfen. Ebenso wie die Gemeinderäte können auch die Bürgerinnen und Bürger noch mitreden. Bei der Bürgerversammlung am 24. März in der Schönberghalle stellt Bathseba Gutmann ihren Entwurf zur Diskussion.

Autor: Silvia Faller