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20. Juni 2008

Edelmarken und Brot- und Buttermobile

Oldtimer in Ettenheim

  1. Foto: honorarfrei

ETTENHEIM (fi). Für die Freunde alter Automobile ist Ettenheim offensichtlich eine gute Adresse. Erst vor vierzehn Tagen hatten die VW-TYP 3- Nostalgiker sich in der Barockstadt zum Europa-Treffen getroffen. Jetzt hat sich für den morgigen Samstag die nächste Auto-Karawane angesagt: Die Landesgruppe Südbaden des Deutschen-Automobil-Veteranen-Clubs (DAVC) wird auf einer Ausfahrt durch den Breisgau mit rund 25 Oldtimern Station in der Rohanstadt machen. So gegen 11 Uhr werden die ersten Fahrzeuge in der Innenstadt erwartet und in der Rohanstraße Aufstellung nehmen.

Dass die südbadischen Freunde historischer Automobile Ettenheim als Etappenziel ihrer Ausfahrt auserwählten – im Restaurant Trendi ist ein Mittagstisch geplant, auch auf dem dortigen Parkplatz werden die Fahrzeuge zwischen 12 und 14 Uhr zu bestaunen sein – , kommt nicht von ungefähr. Der DAVC-Landesgruppen-Präsident ist seit März Magnus Gammelin, der als Anwalt in einer Ettenheimer Kanzlei tätig ist. In den Mittagspausen hat der Freiburger nicht nur die Ettenheimer Gastronomie schätzen gelernt, sondern auch einen Blick auf Gebäude, Nischen und Plätze abseits von Rohan- und Friedrichstraße geworfen. Ergebnis: Die Barockstadt ist für die Autoveteranen ein Etappenziel wert. Dass der DAVC den Besuch zugleich auch für Werbung in eigener Sache nutzt (Gammelin: "Aus dem Breisgau und dem Lörracher Raum kommen die meisten unserer Mitglieder. In der Ortenau sind wir noch etwas schwach vertreten") darf auch erwähnt werden.

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Und welche Sehenswürdigkeiten auf vier Rädern werden am Samstag (21. Juni) nun in Ettenheim einrollen? Von Gammelin angekündigt sind ausschließlich Veteranen, die das "H"-Kennzeichen tragen dürfen, deren Erstzulassung also mindestens 30 Jahre zurückliegt. Modelle aus den 50er, 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts werden es sein, darunter ein Mercedes Adenauer, ein DKW 1000 Sport oder ein Citroen DS Cabrio. Aber nicht nur die Edelmarken werden übers Ettenheimer Kopfsteinpflaster "schleichen", auch die Modelle für Otto-Normal-Verbraucher: "Im Oldtimerjargon nennt man sie Brot- und-Butter-Automobile", erklärt Gammelin. Autos also, die manch ein in die Jahre gekommener Ettenheimer als seinen ersten eigenen fahrbaren Untersatz in Erinnerung haben wird – vom VW Käfer mit geteiltem Heckfenster bis zum Kadett Coupé.

Erinnerungen beim Publikum will der Club auch wecken, indem der frühere Präsident Dietrich Großblotekamp in der Rohanstraße Erläuterungen zu jedem der geparkten Oldtimer geben wird. Auch Bürgermeister Bruno Metz will nachsehen, ob er sein erstes "Heiligs Blechle" darunter entdeckt.

Autor: bz