Aufzüge erst im Februar fertig

Ärger über fehlende Rampe

jut

Von jut

Mi, 29. Oktober 2014 um 17:55 Uhr

Efringen-Kirchen

Mehrere Bürger und Gemeinderätin Anja Schaffhauser, als "Privatperson und Mutter von drei kleinen Kindern", machten ihrem Unmut über die neue Bahnunterführung im Bürgergespräch in Efringen-Kirchen Luft.

An der östlichen Treppe zur Unterführung ist die Rampe erhalten geblieben, über die man Kinderwagen, Rollkoffer oder Fahrräder schieben kann. Im westlichen Treppenabgang ist keine Rampe oder Laufschiene für Fahrräder mehr eingebaut worden – dies mit Blick auf den Aufzug, den es dort demnächst geben soll.

Kinder könne man, zumal wenn diese noch mit Laufrädern unterwegs sind und man selbst einen Kinderwagen schiebt, nur eines nach dem anderen nach oben befördern, da wähle man fast freiwillig den Umweg über die Kreisstraße, obwohl auch die wegen schmaler Bürgersteige gefährlich sei, so Schaffhauser. Ob der Aufzug, der Rampen und Laufschienen ersetzt, immer funktionieren wird, daran haben nicht nur die Bahnnutzer, sondern auch die Bürger, die die Unterführung als regelmäßige Querung zur anderen Dorfseite nutzen, erhebliche Zweifel.

Bei Bürgermeister Fürstenberger und Bauamtsleiter Kurz traf die Kritik auf offene Ohren. Allerdings mussten sie einräumen: "Leider haben wir als Gemeinde da gar keinen Einfluss". Der westliche Aufgang ist auf Gelände der Bahn gebaut und damit in der Planung des Eisenbahnbundesamtes, das strikt nach DIN-Norm baut und mitgeteilt hat, dass man die schmalen Treppen für den Evakuierungsfall frei von Rampen und anderen Hindernissen halten muss, erklärte Fürstenberger. Die BZ hat mehrfach darüber berichtet. Die Vorschriften sehen nicht vor, dass parallel zu Aufzügen noch Treppen mit Rampen ausgestattet werden. Für den Fall, dass ein Aufzug streikt, gebe es einen Notdienst, der anzurufen ist, wurde informiert.