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08. Februar 2012
Appell, andere Meinungen zu akzeptieren
Reiner Pach, der sich auf dem Podium als Sprecher der "interessierten und offenen Bürger" vorstellte, warb zunächst für einen fairen Umgang miteinander. Die Diskussion dürfe nicht dazu führen, dass Vereinsmitglieder sich zurückzögen, Nachbarn nicht mehr miteinander redeten, Familien und Freunde in Streit gerieten. "Akzeptieren Sie, dass jeder eine eigene Meinung haben darf". Man wisse, dass von den Plänen eventuell Existenzen abhingen, doch müsse man sich fragen, ob man bereit sei, den Preis dafür zu zahlen. Er bezweifelte im Übrigen die Darstellung des Kalkwerks, dass die Vorrangfläche für Kalkabbau, einmal im Regionalplan eingetragen, später nicht auch komplett ausgenutzt werde. "Herr Leifgen, Sie wollen uns einen Bären aufbinden". Pach zeigte auf, dass das Werk in Istein nur 0,54 Prozent des jährlichen Kalkbedarfs decke und gab an, dass Kalk aus Istein nicht verbrauchernah verarbeitet werde, beides Vorwürfe, denen Kalkwerksleiter Leifgen entgegentrat. Pach erinnerte zudem an den hohen CO2- Ausstoß des Werks und fragte sich, wie lange der Kalk vor Ort überhaupt noch wirtschaftlich herzustellen sei. Er forderte eine Abbauplanung in kleinen Schritten "oder eine Beendigung des Kalkabbaus".
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Autor: vl
