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28. März 2010 17:07 Uhr

Isteiner Musiker überzeugen

Aufs Konzert folgen Wunschmelodien

Mit einem schönen und abwechslungsreichen Konzert unterhielt der Musikverein Istein am Samstagabend seine Zuhörer in der gut besuchten Festhalle. Nach konzertanter Blasmusik im ersten Teil bot der Verein seinen Gästen im zweiten Teil des Abends ein Wunschkonzert.

  1. Der Musikverein Istein gab am Samstagabend ein schönes und abwechslungsreiches Konzert in der Festhalle. Foto: Thomas Loisl Mink

Mit einem schönen und abwechslungsreichen Konzert unterhielt der Musikverein Istein am Samstagabend seine Zuhörer in der gut besuchten Festhalle. Nach konzertanter Blasmusik im ersten Teil bot der Verein seinen Gästen im zweiten Teil des Abends ein Wunschkonzert.

"Askania" lautete der Titel des ersten Stücks, das Geschichten von der Burg der Askanier in Musik umsetzte, wobei Angela Schöllhorn, die gekonnt durch das Programm führte, den Bezug zur Burgfeste am Klotzen herstellte. Ergreifend intonierte die große Kapelle unter der engagierten Leitung von Thomas Moritz den pompösen Beginn des Stücks, wie auch die rasante Fortführung, in der man die Kavallerie meinte reiten zu hören. Malerisch getragene Teile und fröhlich hüpfende Flötentöne fügten sich zu einem stimmig gespielten Ganzen.

Noch weiter in die Vergangenheit führte das Stück "Rückkehr nach Ithaka" des bekannten holländischen Blasmusikkomponisten Kees Vlak. Er hat die "Odyssee" des antiken Dichters Homer vertont und dabei Szenen wie die Tänze der Nixe Calypso oder die Gesänge der Sirenen verarbeitet. "Sie brauchen kein Wachs in den Ohren, fallen sie den unwiderstehlichen Klängen des Musikvereins zum Opfer", meinte Angela Schöllhorn. Die Komposition entpuppte sich dann auch als ein sehr spannendes Musikstück, vom Musikverein stimmungsvoll gespielt. Gefühlvolle, ruhige Teile wechselten sich ab mit fanfarenhaften Trompetenstößen, die zu einem hymnischen Chorus aufschwangen. Ein ergreifendes Stück, bei dem die Isteiner Kapelle ihr ganzes Können zeigte und es eindrucksvoll zur Geltung kam, wie es Thomas Moritz gelingt, seinen Musikerinnen und Musikern äußerst hörenswerte Leistungen zu entlocken.

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"Emotionen" hieß das folgende Stück, und es machte seinem Namen alle Ehre, so gefühlvoll, wie die Isteiner es interpretierten. Trötende Elefanten und hupende Schiffe waren bei dem Stück "In 80 Tagen um die Welt" zu vernehmen, eine interessante Komposition, mit der der Komponist Otto Schwarz den gleichnamigen Roman von Jules Verne vertonte. Mit einem schmissigen Marsch ließ der Musikverein den ersten Konzertteil ausklingen.

Der zweite Teil begann fetzig und swingend mit der Jazz-Nummer "Children of Sanchez", die der Musikverein mit viel Können und und Schwung vortrug. Den Rest des Konzerts hatten sich die Zuhörer aus viermal drei zur Auswahl stehenden Musikstücken selbst bestimmen können. Bei den Märschen entschieden sie sich für den lebhaften und fröhlichen "Florentiner Marsch", im zweiten Block galt die Publikumsliebe der "Südböhmischen Polka", die der Verein stimmungsvoll spielte. In der Kategorie "Pop" entschieden sich die Wähler für ein munteres Medley aus zahlreichen Beatles-Melodien, und in Sachen "Musical" war "Mamma Mia" der Favorit. All Stücke spielte die Kapelle dynamisch und überzeugend. Als Zugaben gab es noch zwei Titel, die bei der Wahl nur knapp unterlegen waren, nämlich ein Medley mit Songs von Udo Jürgens und die Polka "Böhmischer Traum". Sie beschlossen ein vielseitiges Konzert.

Autor: tm