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17. Oktober 2016

Unterstützung

Bergwacht Istein freut sich auf Landesförderung

Sie bekommen ein neues Fahrzeug: Die Ortsgruppe der Bergwacht freut sich, dass der Warnruf vom Land gehört wurde. Der Verein ist aber weiter auf Spenden angewiesen

  1. Eine der vielen unterstützenden Aktivitäten der Bergwacht Istein - die Sicherung des Aufsteigs zum Jaspisbergwerk Kleinkems am Tag des Geotops. Foto: Jutta Schütz

EFRINGEN-KIRCHEN/ISTEIN. Die Bergwacht Istein ist positiv überrascht. Aus der Zeitung "haben wir erfahren, dass wir ein neues Auto erhalten sollen und dass unsere Proteste und hier insbesondere der Einsatz von Adrian Probst, unserem Landesvorsitzenden, etwas genützt haben", so Guido Strack, Vorsitzender der Isteiner Ortsgruppe. Drei Fahrzeuge sollen als erste Maßnahme für den Schwarzwald für den Bevölkerungsschutz angeschafft werden, eines davon soll nach Istein kommen.

"Das Land hat auf die Proteste, dass wir nicht mehr gut ausgestattet sind, um effektiv helfen zu können, reagiert", meint Guido Strack. Die schriftliche Bestätigung aus dem Innenministerium für die Fahrzeuge stehe aber noch aus. Die Details über den Zeithorizont sowie die Beschaffungsmodalitäten – eventuell gibt es eine Ausschreibung – will der Landesvorsitzende demnächst mit den verantwortlichen Stellen im Innenministerium klären. Von ihm wird dann auch die Ortsgruppe informiert.

Die Klage der Bergwacht war auch von Abgeordneten gehört und ernst genommen worden. Kürzlich hatte es ein Gespräch gegeben, an dem die Bergwacht, Innenminister Thomas Strobl und Abgeordnete zusammenkamen. "Ich freue mich sehr, dass wir nun endlich bei den Verhandlungen einen Durchbruch erzielen konnten und die Bergwacht gestärkt wird", hielt der CDU-Landtagsabgeordnete Patrick Rapp in einer Mitteilung an die Presse fest. Er erwähnte dabei noch, dass er sich seit Jahren mit den Bundestagsabgeordneten Thomas Dörflinger und Armin Schuster sowie dem Landtagsabgeordneten Felix Schreiner für eine bessere finanzielle Ausstattung der Bergwacht stark gemacht und zahlreiche Initiativen gestartet habe.

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Das sind sehr erfreuliche Nachrichten", erklärte der Ortsgruppen-Vorsitzende auf Nachfrage. Das Fahrzeug, das nach Istein kommen soll, ist gemäß Planung eines, das von der Ausstattung her auch einen Liegendtransport ermöglichen wird und entsprechend den Anforderungen an den Bergrettungsdienst voll geländetauglich ist. "Momentan gibt es noch keine gesicherten Informationen, um welchen Fahrzeugtyp es sich genau handelt", so Guido Strack, der zuversichtlich ist: "Unser jetziges Geländefahrzeug, das jetzt sehr reparaturanfällig wird, können wir hoffentlich bald ersetzen."

Gemäß dem Reglement der Bergwacht Schwarzwald muss jede Ortsgruppe, so auch Istein, den sogenannte Eigenanteil zur Beschaffung eines Einsatzfahrzeuges aufbringen, was noch eine deutliche Belastung der Ortsgruppenkasse mit sich bringt. Aus Gründen der Gleichberechtigung innerhalb der Bergwacht wird dieser Eigenanteil auch für Fahrzeuge erhoben, die durch den Bevölkerungsschutz beschafft und somit der Bergwacht eigentlich kostenlos zur Verfügung gestellt werden. "Das alles heißt aber auch, dass wir nach wie vor auf Spenden angewiesen sind, um hier die Kasse noch ein bisschen aufzufüllen", hält Strack fest.

Die Ortsgruppe Istein hat nun seit rund zwei Jahren eine aktive Bergwacht SEG (Schnell- Einsatz- Gruppe) die den Rettungsdienst im schwierigen Gelände in der Region sicherstellt, die aber auch als nächstgelegenes "Rettungsmittel" alarmiert wird. "Wir befinden uns immer noch in der Aufbauphase, sei es von der Ausrüstung her oder auch von der Anzahl der Rettungskräfte, die diesen Dienst absichern", schildert der Vorsitzende die Situation.

"Die Neubeschaffung der Rettungsmitteln oder auch Ersatzbeschaffungen von abgelaufenen Medikamenten, die wir in der Notfallausrüstung vorhalten, wie etwa von Seilen, die ihre Haltbarkeitsdaten überschritten haben und so nicht mehr sicher sind, wurden in Istein zum sehr großen Teil aus den Einnahmen aus Bewirtungsmaßnahmen, aus dem Naturschutz und aus Pflegemaßnahmen finanziert." Würstle verkaufen, um ein neues Funkgerät beschaffen zu können, ist die Devise. "Und das entspricht einer großen Menge an Würsten", gibt Strack weiter.

Die Ortsgruppe Istein wird weiter bei Festen aktiv sein. "Wir gehen aber davon aus, dass der Rettungsdienst wie versprochen nicht mehr in zwingender Weise quersubventioniert werden muss", hofft Strack. Die weiteren Details zum gesamten Paket werden anlässlich einer außerordentlichen Sitzung des Bergwacht- Landesausschusses, zu der alle Ortsgruppenvorstände geladen sind, präsentiert.

Autor: Jutta Schütz