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18. Juni 2014

"Bitte informieren Sie uns"

Baustelle belastet Anwohner – Fürstenberger antwortet.

  1. Die Meißelraupe zertrümmerte auf der Bahnbaustelle in Efringen-Kirchen Betonplatten und versetzte Anwohner in Schrecken. Foto: privat

EFRINGEN-KIRCHEN (BZ). Bürgermeister Fürstenberger wie auch der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster, von den Anwohnerfamilien Lehr und Kölblin über die beträchtlichen Belastungen der Baustelle am Bahnhof in Efringen-Kirchen informiert, haben prompt reagiert. Wie berichtet, hatten die Anwohner sich über Lärm, Erschütterungen und Feinstaub beschwert. Schuster schrieb ihnen zurück, er werde das Thema nächste Woche beim Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, ansprechen. Bürgermeister Fürstenberger äußert in einem Schreiben an die Anwohner Bedauern über die Belastungen.

Fürstenberger ist im Übrigen darum bemüht, den Eindruck zu widerlegen, dass sich niemand um die Baustelle kümmere. Er erinnert an die erheblichen Bemühungen der Gemeinde, "durch eine frühzeitige öffentliche Information die Anwohner einzubinden." Man habe zudem für einen direkten Kontakt zum bauleitenden Ingenieur und zu den Mitarbeitern der ausführenden Firma gesorgt. "Nach unserer Erkenntnis wurde dies auch rege genutzt." Weiter verweist er auf Arbeitsbesprechungen mit allen Beteiligten und Kontrollen über das Einhalten der arbeitsfreien Zeiten. Freilich sei man auch auf Informationen und Beschwerden der unmittelbar Betroffenen angewiesen. "Bitte informieren Sie uns weiter". Maßnahmen der Gemeinde (Kanal-, Wasserleitungs-, Straßenbau) und der Bahn (Tunnel-, Gleissanierung und Bahnhofsumbauten) träfen dabei aufeinander und stünden unter hohem Zeitdruck, so der Bürgermeister weiter. Der eingesetzte Meißelbagger, der Anwohner mit seinen Vibrationen besonders nervte, war am 13. Juni – so erfuhr er von der DB Netze – von der Bahn dafür eingesetzt, die Bodenplatte zwischen Gleis 3 und 4 abzubrechen, um Platz für den geplanten Aufzugsschacht zu schaffen. Anwohner berichten der BZ, die Arbeit werde auf ihre Intervention hin jetzt erschütterungsfrei mit Kompressoren von Hand erledigt.

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Zu den von der Gemeinde ausgeführten Arbeiten merkt Fürstenberger an, dass der Hauptkanal in der Egringer Straße zwar fertig verlegt sei, derzeit noch die zwei fehlenden Seitenanschlüsse für Kanal und Wasser eingebaut würden. "Diese Arbeiten sowie die Herstellung der Garagenvorplätze können erst jetzt durchgeführt werden, da bisher der Verkehr über diesen Bereich geleitet werden musste." Sie sollen bis Ende Juni fertig sein, dann werde die Straße wiederhergestellt. Danach werde "im Beweissicherungsverfahren überprüft, ob sich Schäden durch die Arbeiten ergeben haben." Fürstenberger lädt Interessierte schon jetzt in die Ratssitzung am 7. Juli ein, in der über die Baustelle berichtet werde.



Autor: bz