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07. Februar 2012 11:26 Uhr

Bürgermeister will reduzierte Abbaufläche

Bürgerentscheid zum Kalkabbau?

Bürgermeister Fürstenberger hat in der Podiumsdiskussion zur Kalkabbauerweiterung den Vorschlag unterbreitet, dass das Kalkwerk Istein seine Flächenwünsche reduziert und über den reduzierten Vorschlag die Bürger entscheiden.

  1. Foto: Langelott

Eine Entscheidung über diesen Vorschlag des Bürgermeisters hat der Gemeinderat zu fällen. Das soll am 26. März geschehen. In der Podiumsdiskussion am Montagabend in der Mehrzweckhalle Efringen-Kirchen kündigte Wolfgang Fürstenberger an, dem Gemeinderat an diesem Tag vorzuschlagen, die vom Kalkwerk beantragte Ausweisung einer 40,1 Hektar großen Vorrangfläche für den Kalkabbau abzulehnen und vom Kalkwerk eine neue Planung zu verlangen, die sich auf weniger als die Hälfte der Fläche beschränkt und sich Richtung B 3 orientiert, das heißt, von Efringen-Kirchen abrückt. Zu einem neuen Kalkwerksantrag über eine reduzierte Fläche wünscht sich Fürstenberger dann einen Bürgerentscheid, der freilich auch wieder eines Ratsentscheids bedarf. Ein Bürgerentscheid wird möglich, wenn zwei Drittel der Gemeinderäte sich dafür aussprechen.

In der vom Grünen Landtagsabgeordneten Josha Frey moderierten Diskussion meldeten sich vor allem Mitarbeiter des Kalkwerks, vom Werk abhängige Zulieferer und Bürger zu Wort, die die Abbaupläne befürworten. Skeptiker und Gegner der Pläne hielten sich zurück und waren – nach dem Beifall für die Seite des Kalkwerks zu urteilen – auch leicht in der Minderheit. Die betroffenen Bürger wurden auf dem Podium von Reiner Pach, Bürger Efringen-Kirchens und Hauptamtsleiter in Kandern, vertreten. Reiner Pach zeigte kritische Aspekte der Planung auf und forderte am Ende seines Statements, den Kalkabbau entweder ganz zu beenden oder die beantragte Vorrangfläche zu reduzieren und einem Bürgervotum zu unterstellen. Bürgermeister Fürstenberger hatte ihm diese Forderung indes mit seinem Reduzierungsvorschlag gewissermaßen vorweggenommen.

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Kalkwerksleiter Peter Leifgen bekundete Gesprächsbereitschaft. "Unser Anliegen ist ein Kompromiss", sagte er. Jedes weitere Jahr des ermöglichten weiteren Abbaus helfe, nicht von Entlassungen reden zu müssen. Er stellte aber auch klar, dass es letztlich nicht in seiner Entscheidung liege, wie sich das Unternehmen zur Forderung des reduzierten Antrags verhalte, sondern Sache des Mutterkonzerns HeidelbergCement. Den Antrag auf Ausweisung einer Vorrangfläche im Regionalplan habe auch nicht er, Peter Leifgen, gestellt, sondern HeidelbergCement. "Wir werden über das Konzept nachdenken und Stellung beziehen", kündigte er an und lud Bürger erneut dazu ein, mit dem Kalkwerk ins Gespräch zu kommen und das Werk zu besuchen.

Autor: vl