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08. November 2009 16:25 Uhr
Doppelkonzert beim Gesangverein "Rhenus"
Das Beste kommt zum Schluss
Der zum Finale einläutende Gemeinschaftsauftritt der Gastgeber vom Gesangverein "Rhenus" 1840 und der Gäste von der Chorgemeinschaft Huttingen-Istein zeigte, welche Emotionen Männerchöre beim Publikum wecken können.
Eine bessere Werbung für Männerchöre gibt es nicht: Der zum Finale in der Mehrzweckhalle einläutende Gemeinschaftsauftritt der Gastgeber vom Gesangverein "Rhenus" 1840 und der Gäste von der Chorgemeinschaft Huttingen-Istein zeigte, welche Emotionen Männerchöre beim Publikum wecken können, wenn sie sich zu einem stimmenstarken Großchor verbinden.
Fulminant, präzise und mit sichtlicher Freude am Singen zogen die Sänger mit ihren Dirigenten Bernhard Bauert vom "Rhenus" und Manfred Zanger von der Chorgemeinschaft zusammen mit dem durchweg bestens aufgelegten Pianisten Martin Klingeler und dem stimmlich fein-sensiblen Tenor Nicolas Savoy ein anspruchsvolles Programm aus dem sprichwörtlichen Ärmel.Der Gesamtchor glänzte mit melodisch wunderschönen Schubert-Liedern wie "Nachthelle" und "Im Gegenwärtigen Vergangenes", der interpretatorisch schwierigen Ballade "Landerkennung" von Grieg und dem schwungvollen "Zigeunerchor" von Johann Strauß. In die Herzen des Publikums sang sich der Großchor mit dem Gassenhauer des Fliegermarsches mit der berühmten Schwiegermutterzeile von Hermann Dostal und rührte die vielen Gäste schließlich fast zu Tränen mit Fritz Ihlaus "Jerusalem", immer wieder auch ein Lieblingslied bei so großen Veranstaltungen wie "Night of the Proms". Dabei hatten die Gastgeber mit Dirigent Bernhard Bauert schon zu Beginn des Konzerts mit unbekannteren Weisen überrascht – einem Trinklied von Schubert, einem Oktoberlied von Paul Geilsdorf – passend zur herbstlichen Jahreszeit – und einem Straßenlied mit nachdenklichem Text – samt Melodie – von Hans Kracke. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Franz Lagleder sorgten die "Rhenus"-Sänger zunächst einmal für den richtigen Schwung in der Halle. Dazu gehörten Publikumslieblinge wie "Über den Wolken" von Reinhard Mey oder "Sing ein Lied wenn du mal traurig bist" von Ralf Maria Siegel. Viel Beifall und Bravo-Rufe gab es für die "Marina-Kollektion", drei kroatische Volkslieder – einem Tanzlied, dem Liebeslied "Der Rosengraten" und noch mal einer tänzerischen Weise eben mit dem Namen "Marina". Mit einem tollen Auftritt "seiner" Chorgemeinschaft verabschiedete sich dann Dirigent Manfred Zanger aus dem aktiven Dirigentenleben. Intonation, Interpretation, Stimmeneinsatz – bei "Weg zum Glück" von Manfred Bühler, "An die Freiheit" von August Groß und dem beliebten Wiegenlied "Dorma bain" stimmte alles. Nicht fehlen durfte bei den Gästen eine kleine Auswahl von Freddy-Quinn-Titeln, mit denen die Chorgemeinschaft schon im Frühjahr bei ihrem Jahreskonzert für Freude und Spaß gesorgt hatte.
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Vorsitzender Franz Lagleder gab bekannt: "Das gemeinsame Singen hat so viel Spaß gemacht, dass es hoffentlich nicht das letzte Mal war" – dem Satz stimmte das Publikum klatschend zu.
Autor: Jutta Schütz
