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01. Februar 2010
Den Machern von "Radio Schenkeschlössli" bleibt nichts verborgen
Isteiner Zunftabend: Mit einer Wirtshausnummer kalauert schon der "Drübel"-Nachwuchs über den Unterschied zwischen Mann und Frau
ISTEIN (ouk) "We me chönnt wie me chönnt" – unter diesem Motto gestalteten die Isteiner "Drübel" am Samstag ihren Zunftabend. Die "Drübel" sorgten dabei für einen abwechslungsreichen Abend – sehr zum Amusement ihrer Gäste. Gleich zu Beginn heizte die Isteiner Guggenmusik klanggewaltig ein, und alle drei Isteiner Cliquen präsentierten sich in ihrem farbenprächtigen Häs: Die "Chlotze Horni", die "Orchidee Wiiber" und die Gastgeber selbst mit ihrer freundlich lächelnden Maske und in rot-gelb-grüner Winzerkleidung.
Die ersten Lacher erntete Oberzunftmeister Markus Britsche, der die Verkündigung des Mottos mit zum Teil ganz persönlichen Anekdoten aus dem Dorfleben verband. Auch Bürgermeister Wolfgang Fürstenberger – "wie jede Morge steht er uff und isch wie immer sauguet druff" – bekam sein Fett weg. Süffisant erinnerten Daniela Britsche und Simone Weber als Ansagerinnen im "Radio Schenkeschlössli" daran, wie der Bürgermeister lieber "lädele" – sprich auf Einkaufsbummel – ging, anstatt zum Richtfest des Feuerwehrhauses Egringen zu kommen. Zum Zunftabend habe Fürstenberger sich in diesem Jahr zum ersten Mal entschuldigt, berichtete Ortsvorsteher Franz Kiefer: Am gleichen Abend gebe der Musikverein Efringen-Kirchen sein Jahreskonzert, bei dem seine Tochter mit spielt.
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Bissig nahm Bernd Bräunlin als "Jeeger" den Ortsvorsteher aufs Korn. Warum er denn einen Kreisel am Dorfeingang plane – ob er etwa nicht ausgelastet sei? Die Narren äußerten sich zu den herabgesetzten Bezügen für die Ortsvorsteher (möglicherweise bekomme der ein oder andere noch immer mehr als er verdiene), über den teuren Hochwasserschutz und die erste Frau als Ortsvorsteherin in Huttingen. Zum ersten Mitmachkonzert des Musikvereins meinten Inge Schmid und Markus Britsche, dies sei "öbbis, wo alle dürfe mitspiele, wo meine sie könnte’s – wie bi de Gugge." Schmid und Britsche traten als Piloten in einem selbst gezimmerten Flugzeug auf. Alle Pointen kamen direkt und ohne Umschweife. Die Zuschauer in der allerdings nicht ganz vollen Halle dankten die Gags mit freundlichem Beifall.
Sketche und Tanzeinlagen wechselten sich mit den Büttenreden ab. Matthias Rühle und Björn Hagist ("Chlotze Horni") saßen als "Zwuggel" – nur mit Windel bekleidet – im Hochstuhl auf der Bühne. Bald waren sie bei "dem Thema" schlechthin: Über die Bühne flogen dabei nicht nur derbe Witze. Den Leuten gefiel’s: So viel wie bei dieser Nummer lachten und applaudierten sie selten an diesem Abend. Auch der Nachwuchs der Drübel legte sich ins Zeug: Mit einer Wirtshausnummer kalauerten die jungen Narren über den Unterschied zwischen Mann und Frau. Bringen die Frauen wirklich jeden Kellner zur Weißglut, während die Männer großzügig Trinkgeld geben?
Die Jugendlichen zeigten außerdem die Tanznummer "Dinoland". Vier kleine Närrinnen führten mit viel Charme und roter Clownsnase angetan durchs Programm. Abgerundet wurde der Zunftabend mit einem originellen Spiegeltanz, einer Einlage der Tanzgruppe Märkt und dem Quiz "Dalli Gligg".
Autor: ouk


