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20. April 2010
Die Dorffasnacht soll belebt werden
Die "Drübel" beklagen finanzielle Verluste und beschließen eine Erhöhung des Mitgliederbeitrags.
ISTEIN (jja). Obwohl die Narrenzunft Isteiner Drübel fester Bestandteil des Ortslebens ist, wird es für den Verein immer schwieriger, das große Pensum an fasnächtlichen Veranstaltungen zu stemmen. Der Grund: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der aktiven Mitglieder auf 27 Hästräger gesunken, und auch finanziell war 2009 ein Verlustjahr für die "Drübel".
"Vor der Fasnacht ist nach der Fasnacht", umriss die Zeremonienmeisterin Gudrun Weber bei der Hauptversammlung das Vereinsleben und brachte damit gleichfalls auf den Punkt, dass der Blick auch bei den Isteiner Drübeln stets auf die nächste Saison gerichtet ist. Noch verfügt der Verein über ein solides Finanzpolster, angesichts sinkender Mitgliederzahlen und Verlusten von über 2300 Euro im vergangenen Jahr stimmten die Narren geschlossen für eine Erhöhung der Beitragssätze und zeigten damit, dass sie für die Zukunft ihrer Zunft einstehen. Lanciert wurde der Vorschlag von Kassierer Siegfried Kibbat, der sich mit einem offenen Brief an die Mitglieder wandte und eine Erhöhung von zwei Euro forderte, um den Verlusten des Vorjahres entgegen zu wirken. Als größter Negativposten vermerkte das Kassenbuch den Zunftabend vom 30. Januar mit einem Minus von 900 Euro. Oberzunftmeister Markus Britsche kommentierte die Verlustveranstaltung mit den Worten: "Die Ausgaben lagen weit über den Einnahmen", bei gleich bleibenden Besucherzahlen konnten Investitionen für Kostüme und die neue Soundanlage einfach nicht gewinnbringend ausgeglichen werden. Wie gewohnt war der "Schmutzge Dunschtig" in der Gemeindehalle gut besucht, wenn auch der Alkoholkonsum vieler junger Gäste vor der Halle erneut negativ auffiel.
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Man wolle nach Lösungen für dieses Problem suchen, sagte Markus Britsche. Gelegenheit zum Austausch unter den Vereinsjugendlichen bietet seit zwei Jahren der Jugendstammtisch, den Britsche in seinem Bericht als "Ideenschmiede" lobte. Seit 2009 präsentiert sich der Verein zudem im Internet mit einem neuen Auftritt, "eine gelungene Sache", nannte der Oberzunftmeister die neue Gestaltung der Homepage. Umtriebig waren die "Drübel" im vergangenen Vereinsjahr auch außerhalb des Ortes, unter anderem beteiligten sich die Narren an Umzügen in Todtnau, Schopfheim und Rümmingen. Als wichtigen Bestandteil des Ortslebens bezeichnete Ortsvorsteher Franz Kiefer die Isteiner Drübel, im laufenden Jahr will er mit allen Vereinen und den Gastronomen ein Gremium bilden, um die Dorffasnacht neben der Hallenfasnacht stärker zu beleben. Auch Markus Britsche hofft auf den Zusammenhalt der örtlichen Vereine, "um auch bei sinkenden Mitgliederzahlen stark zu sein".
Mitglieder: 27 Aktive (Vorjahr: 36), 93 Passive, 36 Ehrenmitglieder.
Wahlen: Bernd Bräunlin (Zunftmeister), Siegfried Kibbat (Kassierer), Inge Schmid (Chronistin), Sabine Bräunlin (Kindergarde).
Autor: jja
